Alte Kaufhallen weichen Neubauten
Anstelle eines Flachbaus ensteht im Winsviertel ein sechsstöckiges Wohngebäude

So soll der Neubau an der Winsstraße im Frühjahr 2021 aussehen.
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  • So soll der Neubau an der Winsstraße im Frühjahr 2021 aussehen.
  • Foto: Treu Real Estate/pixellab. GmbH
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Auf dem Eckgrundstück an der Wins- und Marienburger Straße soll bis 2021 ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen.

Noch steht dort die frühere Konsum-Kaufhalle. Dieser Flachbau wurde nach 1990 zunächst von Kaiser’s, dann von Edeka genutzt. Als das Winsviertel Anfang der 90er-Jahre zum Sanierungsgebiet erklärt wurde, war auf dem Grundstück eine Grünfläche geplant. Als in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadtplatz Marie statt einer Feuerwache entstand, wurde die Idee für die Ecke Wins- und Marienburger Straße verworfen. Stattdessen sollen auf diesem Grundstück nun Wohnungen gebaut werden.

Dass eine frühere DDR-Kaufhallen für Wohnungsneubauten abgerissen wird, ist nicht ungewöhnlich. Bauflächen sind rar geworden in Prenzlauer Berg. Ein solches Vorhaben ist zum Beispiel an der Pasteurstraße von einer Baugruppe umgesetzt worden. Heute findet sich in dessen Erdgeschoss wieder ein Rewe-Markt. Auch an der Ecke Templiner und Fehrbelliner Straße entsteht gerade solch ein Neubau. Hier riss das Unternehmen Bewecon einen Kaufhallen-Flachbau ab. In dem befand sich zuletzt ein Kaiser’s-Supermarkt. Inzwischen steht dort der Rohbau des Gebäudeensembles „Templiner Park“. In mehreren Gebäuden sollen 107 Appartements geschaffen werden, und ins Erdgeschoss wird nach Stand der Dinge ein großer Biomarkt einziehen.

Auf dem Grundstück an der Ecke Wins- und Marienburger Straße wird nun die Trei Real Estate GmbH auf sechs Stockwerken 187 Wohnungen bauen. Und im Erdgeschoss werden 2700 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen, die unter anderem ein Edeka-Markt nutzen wird. Die Baugenehmigung erhielt das Unternehmen kürzlich vom Bezirksamt. Baubeginn ist für März, die Fertigstellung für Anfang 2021 geplant.

Der architektonische Entwurf für das Gebäude an der markantesten Ecke im Winsviertel stammt von dem Büro „Stephan Höhne Gesellschaft von Architekten“. In das Vorhaben werden 68 Millionen Euro fließen. Nach Fertigstellung will die Trei Real Estate das Gebäude im eigenen Bestand behalten. Mit der mehrstöckigen Bebauung der bisher nur eingeschossig genutzten Fläche werde das Potenzial des Grundstücks im Interesse der Schaffung von dringend benötigtem neuen Wohnraum effizient ausgenutzt, erklärt Pepijn Morshuis von Trei Real Estate. Aus diesem Grund setzt das Unternehmen derzeit auch an einem weiteren Supermarkt-Standort ein ähnliches Vorhaben um, auf dem Grundstück Pappelallee 45. Die alte Kaufhalle ist im Sommer bereits verschwunden und das Grundstück beräumt. Bis Juli 2020 entstehen auf dieser Fläche 240 Wohnungen. Und ins Erdgeschoss zieht ein Rewe-Markt ein. Investitionssumme: 82 Millionen Euro.

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