Modernes Innenleben im alten Schulgebäude

Sandra Scheeres und Torsten Kühne übergaben dem Leiter des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium, Dr. Peter Stock (links), den symbolischen Schlüssel für das sanierte #+Schulhaus an der Pasteurstraße.
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  • Sandra Scheeres und Torsten Kühne übergaben dem Leiter des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium, Dr. Peter Stock (links), den symbolischen Schlüssel für das sanierte #+Schulhaus an der Pasteurstraße.
  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Manuela Frey

Im alten Schulhaus an der Pasteurstraße 7/11 wird wieder unterrichtet. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und Schulstadtrat Dr. Torsten Kühne (CDU) übergaben vor wenigen Tagen den symbolischen (Schul-)Schlüssel an Dr. Peter Stock. Er leitet das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium (FMBG). Das hat eigentlich an der Eugen-Schönhaar-Straße 18 sein Schulgebäude.

Doch das FMBG platzte wegen stetig zunehmender Schülerzahlen aus allen Nähten. Deshalb wurde entschieden, dass im frisch sanierten Schulhaus an der Pasteurstraße kein neues Gymnasium eröffnet wird. Das war nämlich ursprünglich geplant. Stattdessen werden hier die Klassenstufen 10 bis 12 des bestehenden Gymnasiums unterrichtet. Es ist nun Haus 2 des FMBG. Das Haus 1 an der Eugen-Schönhaar-Straße ist mit den Klassenstufen 7 bis 9 ausgelastet.

Beim Schulgebäude an der Pasteurstraße handelt es sich um einen alten Ludwig-Hoffmann-Bau, der Anfang des vorigen Jahrhunderts entstand. Nach 1990 beherbergte dieser Schulkomplex das Pasteur-Gymnasium. Wegen stetigen Rückgangs der Schülerzahlen wurde entschieden: Zum 1. August 2006 haben das Pasteur- und das damalige Camille-Claudel-Gymnasium zu fusionieren. Schüler und Lehrer aus der Pasteurstraße mussten in die Eugen-Schönhaar-Straße umziehen. Die fusionierte Schule benannte sich dann nach Felix Mendelssohn Bartholdy.

Das Schulhaus an der Pasteurstraße wurde dann weiter vom Abendgymnasium Prenzlauer Berg genutzt. Nachdem dieses an die Driesener Straße 22 umgezogen war, nutzte der Bezirk das Gebäude als vorübergehendes Quartier für Oberschulklassen, deren Schulhaus saniert wurde.

Nach längerer Planungsphase begannen vor fünf Jahren die Umbau- und Sanierungsarbeiten am und im Schulhaus an der Pasteurstraße. Unter anderem wurde das frühere (Lehrer-)Wohnhaus unmittelbar an der Straße zum Verwaltungsgebäude umgebaut. Aus der einstigen ins Gebäude integrieren Sporthalle ist der zentrale Schuleingangsbereich geworden. Dort befindet sich außerdem die Mensa, in deren Bereich auch eine Küche angebaut wurde.

Weiterhin wurden drei Aufzüge eingebaut, sodass alle Gebäudeteile barrierefrei erreichbar sind. Im Zuge der Bauarbeiten sind auch alle Fenster und Türen erneuert worden. Ebenfalls erneuert wurde die Ausstattung aller Fachunterrichtsräume. In allen Unterrichtsräumen wird künftig kreidelos mit Whiteboards gearbeitet. Die Aula wurde nicht nur saniert, sondern auch mit einem modernen Mediensystem und einer Bühne ausgestattet. Und letztlich ist der Hof komplett neu gestaltet worden.

In die gesamte Schulhaussanierung flossen bislang zirka 20 Millionen Euro. Noch sind die Bauarbeiten am Schulcampus aber nicht abgeschlossen. Auf dem Nachbargrundstück an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 6-9 wird derzeit eine neue Sporthalle errichtet. Diese wird noch einmal etwa elf Millionen Euro kosten.

Vor der offiziellen Schlüsselübergabe an den Schulleiter besichtigte Sandra Scheeres das sanierte Gebäude. „Ich freue mich immer, wenn wir neue Schulplätze ans Netz nehmen können“, sagt die Schulsenatorin. So wie Berlin wachse, brauche die Stadt in den nächsten Jahren insgesamt 50 neue Schulen.

Schulleiter Dr. Peter Stock berichtet, dass es gar nicht so einfach war, aus diesem denkmalgeschützten Gebäude ein modernes Schulhaus zu machen. Immer wieder gab es bauliche Probleme, zuletzt mit der Heizungsanlage.Die Schule hofft auch, dass sie noch mit W-LAN ausgestattet wird.

Schüler und Lehrer fühlen sich indes wohl im sanierten und umgebauten Schulhaus. Diesen Eindruck gewann Sandra Scheeres bei einer Stippvisite im Kurs Politikwissenschaften des 4. Semesters. Die Schüler stellten ihr dabei nicht nur Fragen zu ihrem Werdegang in die Politik. Sie wollten auch mehr zur geplanten Zusammenlegung von Fächern zum neuen Fach Gesellschaftswissenschaften und zur Benotung von Fächern, wie dem Sportunterricht, wissen und legten ihre Positionen dazu dar.

Weitere Informationen zum Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium gibt es auf http://www.mendelssohn-bartholdy-gymnasium.de/.

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