Friedlicher Vermittler
Hans-Dieter Winkler mit Bezirksmedaille geehrt

Hans-Dieter Winkler (links) wurde mit der Bezirksmedaille ausgezeichnet. Siegfried Zoels hielt die Laudatio.
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Hans-Dieter Winkler ist mit der Pankower Bezirksmedaille 2018 ausgezeichnet worden.

Auf dem erstmals im Juni stattfindenden Jahresanfang von Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und Bezirksamt wurde die Pankower Bezirksmedaille zum fünften Mal verliehen. Mit Pfarrer Hans-Dieter Winkler erhielt diesmal ein Mann diese Auszeichnung, der sich um das friedliche Miteinander in Prenzlauer Berg verdient machte.

Laut Beschluss der BVV wird mit der Bezirksmedaille jedes Jahr ein Bürger geehrt, der sich freiwillig, selbstlos und unentgeltlich für das Gemeinwohl im Bezirk engagiert. Vorschlagsberechtigt sind das Bezirksamt und die Fraktionen der BVV.

Nach den bisherigen Preisträgern Ruth Misselwitz, Renate Stark, Günter Josuks und Siegfried Zoels wurde nun ein Mann ausgezeichnet, dessen Leben eng mit dem Ortsteil Prenzlauer Berg verbunden ist. Von 1977 bis 1996 war Winkler im Hauptberuf Pfarrer der Evangelischen Zachäus-Gemeinde.

Fast alle, die in den Wendejahren 1989/90 in Prenzlauer Berg politisch aktiv waren, kennen ihn vor allem als Moderator des Runden Tisches. Er leitete ihn von Dezember bis Mai gemeinsam mit zwei weiteren Geistlichen.

Nachdem im Mai 1990 die neue BVV gewählt war, übernahm der rührige Pfarrer eine weitere Vermittleraufgabe. Von 1990 bis 1997 leitete er mehr als 50 Sitzungen des „Runden Tisches Instandbesetzung Prenzlauer Berg“.

In diesem Zeitraum gab es im damaligen Bezirk etwa 60 besetzte Häuser. Am Runden Tisch wurde über deren Zukunft und über Miet- und Pachtverträge diskutiert. Für Winkler hieß es, die meist verhärteten Fronten zwischen Hausbesitzern oder -verwaltern, Politikern und Hausbesetzern aufzubrechen und zu vermitteln. Das gelang ihm in fast allen Fällen.

„In beiden Runden Tischen wurden wesentliche Entwicklungen des Stadtteils Prenzlauer Berg initiiert und Probleme friedlich gelöst“, sagt Vorjahrespreisträger Siegfriede Zoels in seiner Laudatio. Die Früchte von Winklers Engagement spüre man noch heute im Bezirk.

Als Winkler 1996 in den Ruhestand ging, zog er nach Chorin. Auch dort ist er weiterhin aktiv, ob als ehrenamtlicher Vorsitzender des Chorin-Vereins oder als Organisator von Kunstausstellungen. Aber nach Prenzlauer Berg hält er weiter regen Kontakt. So lud ihn die BVV unter anderem zur Festveranstaltung 25 Jahre freie Wahlen in Pankow ein. Hier berichtete er über seine Erinnerungen an die Runden Tische.

Neben der Bezirksmedaille erhielt Pfarrer Winkler eine Urkunde. Außerdem trug er sich ins Goldene Buch Pankows ein.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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