Kirschbäume auf dem Mauerstreifen: Von Japanern gespendet

Der Zweig eines japanischen Zierkirschbaums an der Schwedter Straße. | Foto: Bernd Wähner
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Sie scheinen in diesem Frühjahr besonders prächtig zu blühen: Die japanischen Zierkirschbäume an der Schwedter Straße von der Gleimstraße bis zum Schwedter Steig.

Warum gibt es ausgerechnet hier so viele davon?

Gepflanzt wurden die hier stehenden 120 Bäume von Anwohnern und Mitarbeitern einer japanischen Fernsehgesellschaft. Die Japaner waren nämlich vom Fall der Berliner Mauer begeistert. Und so hatte ein japanischer Fernsehsender die Idee, einen Spendenaufruf zu starten. Mit dem Geld sollte die Pflanzung japanischer Zierkirschbäume auf dem früheren Mauerstreifen finanziert werden. Im Rahmen der sogenannten „Sakura-Campaign“ kam viel Geld zusammen, sodass jede Menge Bäume gekauft werden konnten. Diese sollten in Abstimmung mit den Ost-Berliner Mauer-Bezirken dort gepflanzt werden, wo sich die Mauer befand.

Der erste Bezirk, der im Frühjahr 1992 eine Baumspende bekam, war Prenzlauer Berg. Das Bezirksamt entschied damals, die Bäume an der Schwedter Straße zu pflanzen, weil es bereits erste Ideen für einen Mauerpark entlang der dieser Straße gab.

Auf dem Gebiet des gesamten heutigen Bezirks Pankow sind gespendete Kirschbäume übrigens in neun Bereichen gepflanzt worden. 518 dieser Bäume waren es insgesamt. Die Bäume wuchsen und gediehen in den vergangenen 26 Jahren – und erfreuen Spaziergänger jedes Frühjahr erneut mit ihrer Blütenpracht.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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