Abriss im kommenden Jahr
Großes Stadion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark wird behindertengerecht neu gebaut

Nun steht es fest: Im kommenden Jahr wird das Stadion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark abgerissen. Ein Jahr später soll dann mit dem Bau des neuen Stadions an gleicher Stelle begonnen werden.

Zu den Special Olympics 2023, die vom 16. bis 25. Juni in Berlin stattfinden werden, soll das neue Stadion fertiggestellt sein. Das verkündete Sportstaatssekretär Alexander Dzembritzki (SPD), als er kürzlich die Machbarkeitsstudie für den Umbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses vorstellte. Das neue Stadion wird komplett behindertengerecht entstehen. Das heißt, es wird so gebaut, dass zum Beispiel genügend Aufstellplätze für Rollstuhlfahrer vorhanden sind und mobile Aufzüge und Rampen den Zugang zum Stadion und zur Zuschauertribünen ermöglichen. Des Weiteren müssen auch für Blinde und Sehschwache Wegeleitsysteme installiert werden.

Die Betriebserlaubnis für das Stadion ist Ende Juni gerade ausgelaufen. Dessen Bau ging übrigens auf eine Initiative von Erich Mielke zurück. Der Minister für Staatssicherheit der DDR hatte solch ein Stadion in der damaligen ČSSR gesehen. Für den Fußballclub BFC Dynamo wollte er genau so ein Stadion. Also ließ er es 1951 von einer tschechischen Firma bauen. Danach ist es mehrfach saniert und erweitert worden.

Doch inzwischen hat das Stadion sein vorgesehenes Lebensalter erreicht. Immer wieder gibt es bauliche und technische Probleme. Investiert werden in das neue Stadion mit 20 000 Zuschauerplätzen rund 100 Millionen Euro. Im Gespräch war zuvor 30 000 Zuschauerplätze, für die man zehn Millionen Euro mehr hätte investieren müssen. Doch letztlich entschied sich der Senat für die kleinere Variante, wohl auch um rechtzeitig zu den Special Olympics 2023 fertig zu werden.

Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark soll aber nicht nur das große Stadion neu gebaut werden, auch alle weiteren Anlagen werden sukzessive neu gestaltet. Laut Machbarkeitsstudie soll es auch neue Spielfelder für den Vereins- und Breitensport geben. Unter anderem sind Tennis-, Beachvolleyball- und Hockeyfelder geplant. Ebenfalls vorgesehen ist ein Neubau für die Büros von Vereinen und Verbänden sowie für Fitness- und Gymnastikräume. Und auch eine Sport-Kita steht auf dem Plan.

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