Acht Gärten müssen weichen
Senat will Bornholmer Grundschule erweitern und Sporthalle bauen

In Prenzlauer Berg sind fast alle Kleingärten auf landeseigenen Flächen bis 2030 gesichert. Der Wermutstropfen: Voraussichtlich acht Gärten müssen einer Schulerweiterung weichen.

Das sieht jedenfalls der Entwurf des neuen Kleingartenentwicklungsplanes vor. Diesen veröffentlichte jetzt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Nötig wurde dieser Kleingartenentwicklungsplan, weil der bisherige eine Schutzfrist bis 2020 für Kleingärten auf landeseigenem Grund und Boden vorsah. Dieser Schutz soll nun für die meisten Berliner Gärten um zehn Jahre verlängert werden. In Prenzlauer Berg gibt es rund 800 Kleingärten in acht Anlagen. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Gärten und ganze Anlagen infrage gestellt. Gärten am Volkspark Prenzlauer Berg sollten zum Beispiel Verkehrsprojekten weichen und die Anlagen Bornholm I (236 Parzellen) und Bornholm II (180 Parzellen) wurden gar schon als Wohnungsbaupotenzialfläche ins Auge gefasst.

Deshalb sind die Kleingärtner bereits seit vielen Jahren mit der Landespolitik im Gespräch. Sie wollen erreichen, dass alle Kleingärten als grüne Oasen und Frischluftschneisen im dicht besiedelten Ortsteil erhalten bleiben. Dass nun acht der Anlage Bornholm II höchstwahrscheinlich der Erweiterung der Bornholmer Grundschule weichen müssen, liegt vor allem daran, dass dem Land in diesem Bereich keine weiteren eigenen Flächen zur Verfügung stehen. Die Schule platzt aus allen Nähten. Deshalb soll sie erweitert werden und eine neue Sporthalle erhalten.

Dass dafür acht Parzellen geräumt werden müssen, „ist nicht schön für die Parzelleninhaber, aber notwendig, um dem Platzbedarf für eine größer werdende Schülerschaft im Bornholmer Kiez zu entsprechen“, sagt der Abgeordnete Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grünen). „Ich hoffe, dass sich für die betroffenen Kleingärtner innerhalb der Anlage eine solidarische Lösung findet.“ Bisher liegt der Kleingartenentwicklungsplan als Entwurf vor. Über ihn muss nun noch das Abgeordnetenhaus beraten und ihn beschließen. Berlinweit befinden sich derzeit 71.071 Parzellen auf landeseigenen Grundstücken. Etwa 900 von ihnen müssen bis 2030 sozialen- und Verkehrsprojekten weichen. Alle anderen sollen für die nächsten zehn Jahre weiterhin gesichert werden. Der Entwurf zum Kleingartenentwicklungsplan kann unter https://bwurl.de/149b eingesehen werden.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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