Chris Lopatta startet eine Online-Petition zur Vergrößerung des Volksparks Friedrichshain

Chris Lopatta zeigt an einem Plan, wo er sich die Erweiterung des Volksparks Friedrichshain vorstellt.
  • Chris Lopatta zeigt an einem Plan, wo er sich die Erweiterung des Volksparks Friedrichshain vorstellt.
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  • hochgeladen von Bernd Wähner

Prenzlauer Berg. „Mehr Volkspark Friedrichshain – weniger Straße“. Unter diesem Motto hat Chris Lopatta eine Online-Petition gestartet.

Was der Anwohner aus dem Bötzowviertel fordert, klingt erst einmal ein wenig verrückt. „Wenn der provisorische Rewe-Markt auf der Werneuchener Wiese wieder abgebaut worden ist, sollte die Wiese Bestandteil des Volksparks Friedrichshain werden“, meint Christ Lopatta. „Dazu müsste nur das Straßenland entsiegelt werden. Dann könnte es eine nahtlose Verbindung zum Volkspark geben.“ Straßenland entsiegeln und zu einer Grünfläche umgestalten? Das geht doch nicht! Oder?

Chris Lopatta wuchs nicht weit entfernt vom Volkspark auf. Im Sommer verbringt er unzählige Stunden in dieser Grünanlage. Leidenschaftlich gern spielt er dort auch Volleyball. „Auf dem Weg zu meiner Freundin fahre ich immer mit dem Fahrrad an dem provisorischen Rewe-Markt auf der Wiese vorbei, die zu Prenzlauer Berg gehört“, sagt er. „Warum kann man diese Fläche nicht in den Volkspark Friedrichshain integrieren? Der Markt zieht bald in den Neubau in der Pasteurstraße 19-25 zurück. Die Fläche ist dann wieder frei.“ Dass eine versiegelte Fläche in diesem Bereich zu einer Grünanlage umgestaltet und in den Park integriert wird, das gab es schließlich schon einmal. Bis 1999 befand sich auf einem Teil der heutigen Volksparks das Friesenstadion. Nachdem die Schwimm- und Sprunghalle an der Landsberger Allee in Betrieb genommen wurde, stand es seit 1997 leer. Zwei Jahre später ist es abgerissen worden. Danach wurde die Fläche umgestaltet – mit großen Wiesen, neuen Bäumen, Lauf- und Skaterbahn, Beachvolleyballfeldern, Kletterfelsen und anderem mehr.

Chris Lopatta: „Jeden Tag wird in Deutschland Boden in einer Fläche von etwa 100 Fußballfeldern versiegelt. Das ist völlig normal und scheinbar leicht durchzusetzen. Umgekehrt wird es schon schwieriger. Dass Straßen zurückgebaut oder ganz entwidmet werden, ist eine Seltenheit. Am Volkspark Friedrichshain könnte es versucht werden.“

Um die Werneuchener Wiese in den Volkspark Friedrichshain zu integrieren, müssten in Prenzlauer Berg etwa 100 Meter Virchowstraße und der überwiegende Teil der Margarete-Sommer-Straße entwidmet werden, so Lopatta. Natürlich müsste die Zufahrt zur Tankstelle am Rand der Wiese geklärt werden. Aber ansonsten haben die beiden Straßen um die Wiese kaum Bedeutung für den fließenden Verkehr. Der rollt über die Kniprodestraße. An Virchow- und Margarete-Sommer-Straße werde nur geparkt.

Die Entsiegelung der beiden kleinen Straßen würde eine Fläche etwa so groß wie fünf Fußballfelder mehr Grün bringen. Mit seiner Online-Petition will der Initiator mindestens 1000 Unterschriften sammeln. „Damit möchte ich die Bezirks- und die Landespolitik darauf aufmerksam machen, dass es Interesse an solch einer Erweiterung des Volksparks gibt. Schließlich müssen die Politiker die entsprechenden Entscheidungen treffen und deren Umsetzung veranlassen“, sagt er. BW

Wer die Online-Petition unterstützen möchte, findet sie unter dem Link http://asurl.de/134b. Chris Lopatta erreicht man per E-Mail an sipperlein@web.de.
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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