Netzwerk fordert geschützte Radwege am Mariendorfer Damm

Das Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg fordert einen sicheren Radweg am Mariendorfer Damm.
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Das Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg setzt sich für eine Umgestaltung am Mariendorfer Damm ein. Er soll sicherer für Radfahrer werden.

In einer Presserklärung verweist das Netzwerk auf einen schweren Unfall am 5. Dezember. Dabei war eine 77-jährige Radfahrerin so dicht überholt worden, dass sie vom Außenspiegel des Fahrzeugs getroffen und umgerissen wurde. Die Frau kam mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus.

Das Netzwerk fordert, unverzüglich eine baulich geschützte Radspur auf der B96 zwischen Alt-Tempelhof und Alt-Mariendorf einzurichten.

Über den Mariendorfer Damm fahren täglich mehr als 30 000 Autos und Lkw. Obwohl sich dort viele Geschäfte, Arztpraxen und Wohnungen befinden, gibt es zwischen Alt-Tempelhof und Alt-Mariendorf keine sicheren Radwege. Auch die parallele Rathausstraße ist zu eng für einen sicheren Radverkehr.

„Diese Strecke ist kreuzgefährlich. Menschen haben dort Angst, mit dem Fahrrad von der Wohnung zum Einkaufen zu fahren. „Senat und Bezirk müssen endlich dafür sorgen, dass hier jeder sicher und entspannt sein Ziel erreichen kann“, fordert Jens Blume, Mitglied im Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof Schöneberg.

Die Initiative hatte im Sommer innerhalb von drei Wochen 2000 Unterschriften für sichere Radwege am angrenzenden Tempelhofer Damm gesammelt. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte sich im September dieser Forderung angeschlossen. Sowohl der Tempelhofer als auch der Mariendorfer Damm weisen drei Autospuren je Fahrtrichtung auf, von denen jeweils eine hauptsächlich als Parkspur benutzt wird. Das Netzwerk fordert als Sofortmaßnahme am Mariendorfer Damm, eine Autospur in einen baulich geschützten Radstreifen umzuwandeln. „Die Verwaltung ist gefordert, die bestehenden Gefahren so schnell wie möglich zu beseitigen“, sagt Netzwerk-Sprecher Stefan Meißner.

Eine kleine Anfrage von Abgeordneten der Linken ergab im Oktober, dass der zu geringe Seitenabstand die häufigste Ursache bei Radunfällen ist. Autofahrer müssen zwingend einen Abstand von mindestens 1,5 Metern beim Überholen von Radfahrern einhalten. Verstöße gegen dieses Gebot werden in Deutschland nahezu nicht geahndet. Deswegen setzen sich die Initiative für eine bauliche Trennung der Verkehrsmittel ein.

Weitere Informationen unter www.rad-ts.de.

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