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Storkower Straße: Senat stellt dem Bezirk Mittel für den Bau eines Radstreifens in Aussicht

Die Storkower Straße soll endlich einen Radfahrstreifen bekommen. Eine entsprechende Umplanung des Seitenraumes dieser Straße soll das Straßen- und Grünflächenamt zwischen Kniprodestraße und Landsberger Allee vornehmen.

Diesen Auftrag erteilte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) dem Bezirksamt. Der Radweg auf der Storkower Straße sei stark sanierungsbedürftig, sagt der Verordnete Mike Szidat (SPD). Er bestehe aus verschiedenen Belägen und ist mit diversen Unterbrechungen und Unebenheiten übersät. „Ein Ausweichen auf die vielbefahrene Storkower Straße ist mit erheblichen Gefahren verbunden.“

Auf seine Anfrage teilte das Bezirksamt dem Verordneten allerdings mit, dass man eine Sanierung des Radweges nicht beabsichtige. Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) begründete diese Entscheidung: „Der Radweg entspricht nicht den Anforderungen an eine Radverkehrsanlage, weil die erforderliche Breite nicht vorhanden ist.“ Als der Radweg vor vielen Jahren angelegt wurde, gab es noch keine Vorschriften dazu, wie breit ein Radweg zu sein hat. Aus heutiger Sicht sei der Sicherheitsabstand zum ruhenden Verkehr entlang der Straße nicht gewährleistet. Auch mit einer Sanierung könnte dieser Mangel nicht behoben werden, so Vollrad Kuhn.

Um die Situation zu verbessern, müsste ein Radfahrstreifen geschaffen werden. Das heißt, es müsste für Radfahrer eine separate Spur am Straßenrand markiert werden. Damit das möglich ist, wäre allerdings eine komplette Umgestaltung des Seitenraumes der Storkower Straße nötig. Das sei derzeit mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln nicht machbar, erklärte Kuhn im vergangenen Herbst. Doch inzwischen gibt es Signale aus der Senatsverkehrsverwaltung, dass das Vorhaben auf der Storkower Straße doch umgesetzt werden kann.

Das Land Berlin hat die Mittel zur „Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr“ in seinem Haushalt erheblich erhöht. Man habe Pankow inzwischen eine Finanzierung für dieses Vorhaben in Aussicht gestellt, so Mike Szidat. Deshalb sollte mit der Umplanung des Seitenraums der Storkower Straße frühestmöglich begonnen werden, damit mit dem Bau des Radfahrstreifens gleich begonnen werden kann, sobald die Geldmittel bereitstehen.

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