Friedhofskapelle in neuem Glanz

Decke und Sandsteinornamente sind wieder sichtbar.
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  • Decke und Sandsteinornamente sind wieder sichtbar.
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Rahnsdorf. Jetzt sieht die Friedhofskapelle an der Fürstenwalder Allee innen und außen fast wieder wie bei der Einweihung 1912 aus. Die wichtigsten Restaurierungsarbeiten wurden abgeschlossen.

Mit einem kleinen Konzert des Rahnsdorfers Steve Horn wurde das über 100 Jahre alte Gebäude jetzt offiziell übergeben. In den vergangenen Monaten hatten die Restauratorendie Wände und Decken des denkmalgeschützten Bauwerks von den unsachgemäß ausgeführten Farbanstrichen der letzten Jahrzehnte befreit. „Wir mussten rund 50 Kilogramm Farbe und Spachtelmasse entfernen“, berichtet Restaurator Hans Schelkle. Nun ist die historische Holzdecke wieder zu sehen, sie erstrahlt im ursprünglichen blauen Farbton des Jahres 1912.

Das Besondere an der Restaurierung ist, dass ortsansässige Bürger sich mit der Hälfte der Kosten an den Arbeiten beteiligt hatten. Nachdem der Bezirk ab 2010 die Fassade des Gebäudes denkmalgerecht wieder hergerichtet hatte, war erst einmal das Geld alle. Damals hatte das Bezirksamt zu Spenden für die Innenraumrestaurierung aufgerufen. Daraufhin hatte das Ehepaar Jutta Benedix-Ulrich und Bodo Ulrich eine Bürgerinitiative gegründet und Geld gesammelt. Bisher kamen so rund 52 000 Euro zusammen. Ein großer Teil wurde bei in der Kapelle organisierten Konzerten eingenommen. Der Heimatverein Köpenick stellte 3000 Euro aus Tombolaerlösen zur Verfügung. Das Bezirksamt trug mit 60 000 Euro aus Unterhaltsmitteln zum Gelingen der Arbeiten bei.

Auch nachdem alle öffentlich zugänglichen Räume überholt worden sind, bleiben noch Restarbeiten. Der Fußboden muss gesondert behandelt werden, weil die Poren der Steinplatten durch acrylhaltige Bodenglänzer beschädigt wurde. Auch dafür sollen Spenden eingesetzt werden.

Künftig wird die Friedhofskapelle neben ihrem eigentlichen Zweck auch für Kulturveranstaltungen genutzt. RD

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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