Zweifel am Bedarf beseitigt
Grundschule an der Aroser Allee bleibt in der Planung

Vor einigen Wochen hatte die Berliner Woche gemeldet, dass die Senatsbildungsverwaltung für den Neubau einer Grundschule in Reinickendorf-Ost derzeit keinen Bedarf sieht. Die Nachricht bezog sich auf entsprechende Angaben des bezirklichen Schulamtes.

Die Veröffentlichung hat offenbar für Wirbel gesorgt. Mittlerweile betonen alle Seiten, dass sich das Projekt wieder oder weiter in der Planung befinde. Der Bedarf für eine zusätzliche Schule in Reinickendorf sei „unbestritten“, hieß es in einer Pressemitteilung der SPD-Abgeordneten Bettina König.

Dass das im Schulamt zumindest nicht durchgehend so gesehen wurde, zeigten zuletzt unter anderem die Aussagen von Susanne Giering, der Fachbereichsleiterin Schulbau und Schulentwicklungsplanung. Der Bezirk sei aufgefordert worden, den Bedarf noch einmal darzulegen, erklärte sie auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schul- und Facility Management am 1. September. „Das ist nicht allzu schwer gefallen“, da Reinickendorf-Ost in Sachen Schulkapazitäten „voll“ sei. Dies habe inzwischen auch die Senatsbildungsverwaltung bestätigt.

Die gleichlautende Einschätzung bedeutet aber nicht, dass mit dem Schulbau in nächster Zeit begonnen wird. Der Neubau ist zwar ein Langzeitprojekt, das seit dem Jahr 2013 verfolgt wird. Probleme gab es bisher, wie mehrfach berichtet, vor allem mit dem Denkmalschutz. Das vorgesehene Grundstück an der Aroser Allee und Thurgauer Straße befindet sich in unmittelbarer Nähe des Weltkulturerbeensembles der "Weißen Stadt" und verfügt über eingeschränktes Flächenpotenzial. Beiden Umständen muss bei der Planung Rechnung getragen werden. Entstehen könne deshalb auch "keine Schule nach Computersystem", stellte Susanne Giering fest. Vorgesehen sei eine Dreizügigkeit, also jeweils drei Parallelklassen. Für eine eigene Sporthalle oder gar einen Sportplatz ist nicht genügend Platz. Daher sollen die Anlagen am benachbarten Friedrich-Engels-Gymnasium mit genutzt werden.

Wie das Gebäude unter all diesen Prämissen einmal aussehen könnte, soll sich im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes zeigen, der aktuell auf den Weg gebracht wird. Allein dieser Umstand zeigt, dass es noch einige Zeit dauert, bis die Schule steht. Als Termin für die Fertigstellung wird der Beginn des Schuljahres 2027/28 genannt. Immerhin, am Bedarf scheint es keinen Zweifel mehr zu geben.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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