Drei Jahre Arbeit mit Shakespeare
Paul Löbe trifft Richard III.

Das Shakespeare-Stück wird wie eine Moritat eingeleitet.
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  • Das Shakespeare-Stück wird wie eine Moritat eingeleitet.
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Aller guten Dinge sind drei. Zum Ende des Schuljahres schloss die Schulsozialarbeit der Paul-Löbe-Schule ihr Projekt „Richard III. reloaded“ ab.

Am Ende ist er natürlich zu hören, der berühmteste Satz aus Shakespeare „Richard III.“: „Ein Königreich für ein Pferd.“ Der Wunsch wird bekanntlich nicht erfüllt, der brutale Herrscher Richard III. kommt um.

In der Paul-Löbe-Schule ist es Jamie-Lee Gräfe, die den König spielt, der sich mit Grausamkeiten an die Macht brachte und sich dort auch nur mit Grausamkeit halten kann – bis sich als Folge seiner Untaten so viele Menschen gegen ihn verschwören, dass sein Untergang gewiss ist.

Richard ist grausam
gegenüber seinen Feinden

Der Weg des brutalen Herrschers wird gesäumt von Menschen, die ihm folgen, weil sie sich auch Macht versprechen, oder weil sie schlicht Angst haben. Und dann sind da noch Richards Gegenspieler, denen diese Haltung schlecht bekommt.

Drei Jahre lang haben sich Schüler der Paul-Löbe-Schule in ihrer Freizeit mit dem Shakespeare-Drama befasst. Sie brachten den Text in eine moderne, jugendgerechte Fassung, strichen hier und ergänzten dort. Sie übten Bewegung auf der Bühne und Sprechtechnik. Die Schülerfirmen der Löbe-Schule kümmerten sich um Bühnenbild, Kostüme und Technik. Am Ende eines jeden Jahres stand eine professionelle Aufführung, jetzt ist Richard final gestorben.

Lars Eidinger als Inspiration

Für Ali Coruh hat sich damit auch seine Prophezeiung bewahrheitet. Der Psychologe und Leiter des Schulsozialarbeit an der Paul-Löbe-Schule für den freiten Träger Aufwind hatte in der Schaubühne am Lehniner Platz den Schauspielstar Lars Eidinger als Richard III. gesehen und sich gesagt: „Das können wir auch.“ Mit den Aufwind-Mitarbeitern Julia Orama (Theaterpädagogin und Sozialarbeiterin) und Fabian Martino, der eigentlich Sänger und Schauspieler ist, arbeiteten die Schüler, deren Alter, Förderstatus und Herkunft an der Brennpunktschule nebensächlich wurde. Am Ende des Projektes stand ein professioneller Theaterabend, begeistert gefeiert von der Schulgemeinschaft.

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