Und er hat doch eigene Gesetze
Überraschungen im Berliner Fußballpokal

Ferit Erkul (grün) und der 1. FC Lübars sind im Pokal beim NSC Marathon in Neukölln überraschend ausgeschieden.
  • Ferit Erkul (grün) und der 1. FC Lübars sind im Pokal beim NSC Marathon in Neukölln überraschend ausgeschieden.
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Man sagt, Pokalwettbewerbe hätten ihre eigenen Gesetze, weil es Underdogs immer wieder gelingt, höherklassige Mannschaften zu ärgern oder gar zu schlagen. Das bewiesen in der ersten Runde des Berliner Fußballpokals auch einige Reinickendorfer Klubs – im Positiven wie im Negativen.

Insgesamt waren zehn Teams in der ersten Runde am 8. und 9. September an den Start gegangen. Fünf qualifizierten sich für die nächste Runde – für fünf Teams ist der diesjährige Pokalwettbewerb bereits beendet.

Die mit Abstand größte Überraschung landete dabei der SC Borsigwalde, ambitionierter Bezirksligist. Die Truppe von der Tietzstraße kegelte den drei Klassen höher spielenden Oberligisten CFC Hertha 06 mit 1:0 aus dem Wettbewerb. Das umjubelte Tor des Tages erzielte Michael Wolynski quasi mit dem Schlusspfiff. Die Füchse aus der Berlin-Liga setzten sich im Reinickendorfer Derby gegen den RFC Liberta, in der Kreisliga C beheimatet, souverän mit 7:0 durch. Jonas Göhler (2), Burak Tat, Dennis Rose, Onur Senyüz, Nils Lehmann und Tim Gross erzielen die Treffer. Auch die drei Reinickendorfer Landesligisten haben die zweite Pokalrunde erreicht: Der Nordberliner SC hatte beim 6:1-Erfolg beim 1. FFV Spandau (Kreisliga B) keine Probleme. Der VfB Hermsdorf setzte sich beim BSC Eintracht Südring (Kreisliga A) mit 4:2 durch. Ein bisschen mehr Mühe hatte der Wittenauer SC Concordia, der beim Bezirksligisten BSV Heinersdorf das Elfmeterschießen benötigte.

Das frühe Aus im diesjährigen Pokalwettbewerb ereilte den Berlin-Ligisten Frohnauer SC, der beim Landesligisten FC Spandau mit einer 0:2-Niederlage die Segel streichen musste. Genau dort, am Spandauer Ziegelhof, waren die Frohnauer noch am 17. Juni in einem echten Aufstiegsendspiel durch einen viel umjubelten 2:1-Erfolg in die Berlin-Liga zurückgekehrt.

Peinlich für Lübars,
Debakel für Normannia

Ein peinliches Ausscheiden aus dem Pokal stand am Ende auch für den Bezirksligisten 1. FC Lübars durch eine 0:1-Niederlage beim NSC Marathon in Neukölln. Die zwei Spielklassen höher kickenden Lübarser agierten an der Sonnenallee viel zu pomadig und uninspiriert, um sich beim Tabellenführer der Kreisliga B behaupten zu können. Der Bezirksligist MSV Normannia erlebte beim 1:6 bei der Sport-Union Berlin (Kreisliga C) ein richtiges Debakel.

Den mit Abstand stärksten und lukrativsten Gegner aller Reinickendorfer Fußballklubs hatte aber der FC Arminia Tegel zu Gast: Der Regionalligist VSG Altglienicke gastierte auf dem Sportplatz im Borsigpark und zeigte dem Team aus der Kreisliga A beim 14:0 klar die Grenzen auf. Kleiner Trost für die Truppe um Coach Ralf Jäntsch: Altglienicke war mit voller Kapelle angerückt und zeigte der Arminia deutlich, dass fünf Spielklassen zwischen diesen beiden Teams liegen.

Die Auslosung für die Partien der zweiten Pokalrunde erfolgt am 20. September. Gespielt wird dann am 13. und 14. Oktober.

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