Tödlicher Unfall auf der Kanalstraße
Lkw-Fahrer übersieht Senioren

Am 8. Oktober ist ein älterer Mann auf der Kanalstraße ums Leben gekommen. Er wurde von einem Lkw überrollt. Drei Vereine riefen daraufhin zur Mahnwache auf.

Der Polizei zufolge betrat der Fußgänger am Vormittag die Kanalstraße in der Nähe der Stubenrauchstraße. Er hatte anscheinend versucht, die Fahrbahn an einer Stelle ohne Ampel zwischen wartenden Autos zu überqueren. Als der Lkw-Fahrer bei Grün anfuhr, übersah er den Senioren, der sich vor seinem Fahrzeug befand, und überfuhr ihn. Der Mann starb am Unfallort.

Die Mahnwache fand am 10. Oktober statt. Organisiert wurde sie von den Vereinen Changing Cities, Fuss, und VCD Nordost. Die Unfälle mit LKw häuften sich, so Annabelle Wolfstrum von „Fuss“. Seit August seien vier Menschen in Berlin dabei zu Tode gekommen.

Eine Anfrage an den Senat im November vergangenen Jahres habe überdies ergeben, dass sich an der Kreuzung Stubenrauch- und Kanalstraße von 2014 bis 2017 insgesamt 105 Unfälle ereignet hätten, im Jahr 2016 sei ein Radler von einem abbiegenden Lkw getötet worden. Die Vereine kämpfen dafür, dass Abbiegeassistenten grundsätzlich Pflicht werden.

„Außerdem fordern wir von der zuständigen Unfallkommission, unverzüglich und öffentlich Vorschläge zu unterbreiten, wie diese lebensgefährliche Kreuzung entschärft werden soll“, so Heiner von Marschall, Landesvorsitzender von VCD Nordost. Ein richtiges Mittel wäre in seinen Augen eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, nach der Tempo 30 innerorts generell gilt und Tempo 50 die Ausnahme ist.

„Bei 50 ist die Todesgefahr beim Autounfall für Fußgänger mehr als viermal so hoch wie bei Tempo 30“, sagt Annabelle Wolfsturm. „Dann passiert es auch viel seltener, dass überforderte Fußgänger schon wegen einer geringen Unaufmerksamkeit mit dem Leben bezahlen müssen.“

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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