Braunkohle-Einsatz im Heizkraftwerk Klingenberg endet 2017

Das Heizkraftwerk Klingenberg heizt künftig ohne Braunkohle.
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Lichtenberg. Rund 600 000 Tonnen CO²-Emmissionen sollen künftig im Heizkraftwerk Klingenberg eingespart werden. Vorgesehen ist, im Mai 2017 die letzte Braunkohle zu verheizen und dafür die vorhandene Gas-Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage zu erneuern.

Das Heizkraftwerk (HKW) liefert Wärme und Strom für rund 300 000 Haushalte in Ost-Berlin. Als Rohstoffe dienen bislang Braunkohle und Erdgas. Doch die Verbrennung fossiler Ressourcen steht in der Kritik wegen den hohen Kohlenstoffdioxid-Emissionen, welche der Umwelt schaden. Diese Emissionen zu senken, darauf haben sich der Energieriese Vattenfall mit dem Land Berlin geeinigt. Doch wie diese Senkung erreicht wird, darüber gab es immer wieder unterschiedliche Ansätze.

Jetzt beschloss die Vattenfall Europe Wärme AG, die Braunkohle-Anlage des HKW im Mai 2017 stillzulegen. Vorzeitig, wie es heißt, denn ursprünglich war dies für 2020 vorgesehen. Das HKW soll aber bestehen bleiben. Die vorhandene Gas-Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage soll stattdessen für 100 Millionen Euro erneuert werden. Die Leistung am Standort wird wegen dem Braunkohlestopp zwar auch mit der Erneuerung der alten Anlagen nicht ganz aufgefangen. Doch weil am Standort Marzahn gleichzeitig eine neue Gas- und Dampfturbinen-Anlage entsteht, würde zusammen mit dem HKW Klingenberg eine "verlässliche und umweltgerechte Wärmeversorgung des Berliner Ostens" gewährleistet, heißt es seitens Vattenfall.

Tatsächlich hatte der Konzern in der Vergangenheit aber weit größere und schnellere Investitionen für das HKW angedacht – und wieder auf Eis gelegt. Denn bis vor Kurzem sollte in Klingenberg die moderne Gas- und Dampfturbinen-Anlage gebaut werden, die nun in Marzahn entsteht. Der Einsatz von Braunkohle hätte ursprünglich schon 2016 enden können, hätte Vattenfall an diesen Plänen festgehalten.

Umwelt-Senator Andreas Geisel (SPD) begrüßt trotzdem den jetzt angekündigten Schritt des Konzerns über den Braunkohlestopp in Klingenberg. "So werden wir die verabredeten Klimaschutzziele für Berlin erreichen. Das HKW Klingenberg wird zukünftig 600 000 Tonnen weniger CO² pro Jahr ausstoßen." Das entspreche der Menge, die 100 000 Menschen jährlich durch ihren Verbrauch emittierten. KW

Autor:

Karolina Wrobel aus Lichtenberg

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