Bauernhof auf dem Dach
Projekt GoWest kann starten

Geschäftsführer Stephan Allner, Architekt Christoph Kohl und Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (von links) freuen sich, dass es auf dem Reemtsma-Gelände an der Mecklenburgischen Straße endlich los geht.
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  • Geschäftsführer Stephan Allner, Architekt Christoph Kohl und Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (von links) freuen sich, dass es auf dem Reemtsma-Gelände an der Mecklenburgischen Straße endlich los geht.
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In das Mammut-Projekt „GoWest“ auf dem Gelände der ehemaligen Zigarettenfabrik Reemtsma kommt Bewegung. Das Bezirksamt hat jetzt grünes Licht für das Vorhaben gegeben und zwei von insgesamt drei Baugenehmigungen erteilt. Im Januar kann der Bau des neuen Quartiers an der Mecklenburgischen Straße starten.

Jetzt schon rollen die Bagger über das rund 74 000 Quadratmeter große Areal zwischen Stadtautobahn, Mecklenburgischer und Forckenbeckstraße. Ein Teil der alten Gebäude muss abgerissen werden, um für das neue Business- und Kreativquartier Platz zu schaffen. Auf insgesamt 190 000 Quadratmetern Nutzfläche sollen über 10 000 Arbeitsplätze in den verschiedensten Bereichen angesiedelt werden. Neben den klassischen gewerblichen Nutzungen wie Büros, Labore, einem Hotel mit Tagungsbereich, einem Rechenzentrum, Start-up-Inkubator mit CoWorking-Flächen sind auch kleine Läden, Restaurants und Cafés geplant.

Nachbarschaft beleben

„Das gesamte Gelände soll nach Jahren der Abriegelung für die hier arbeitenden Menschen, aber auch für Besucher offen stehen und somit zu einer attraktiven Nachbarschaft beitragen“, erklärt Stephan Allner, Geschäftsführer der Wohnkompanie, die das Reemtsma-Gelände 2014 gekauft hat und dort das Projekt „GoWest“ umsetzt. Schon jetzt hat sich der Ort als Kulturort etabliert, denn die Berliner Filmschauspielschule und zwei Kunstateliers haben hier ihr Domizil. Zudem haben zahlreiche kulturelle Zwischennutzungen wie das Berlin Mural Festival, ein kreativer Flohmarkt, Klassik in der Kantine oder die Aufführungen der Schauspielschule das Quartier belebt.

Autofreies Quartier

Um das Areal für Besucher und Nachbarn attraktiv zu machen, wird das Quartier komplett autofrei. Die Wege sind Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. „Wir bauen einen Querweg von der Mecklenburgischen Straße zur Forckenbeckstraße und öffnen diesen für die Schmargendorfer“, erklärt Allner.

Kleine Läden, Cafés und Restaurants sollen sich um einen begrünten Stadtplatz gruppieren. „Hier kann ich mir auch gut einen Wochenmarkt, kleine Konzertveranstaltungen und Open-Air-Kino vorstellen“, sagt Allner.

Kernstück wird ein Handwerkerhof

Kernstück des neuen Quartiers wird ein Handwerkerhof sein. Er sei eine Reaktion auf die große Nachfrage innenstadtrelevanter Gewerke, so Allner. Insgesamt 18 000 Quadratmeter Fläche stehen dann verschiedenen Gewerken zu bezahlbaren Mieten zur Verfügung. Der Handwerkerhof liegt mitten im Quartier GoWest und ist für Gewerke und Zulieferer unterirdisch erreichbar.

Nachhaltigkeit wird groß geschrieben

Auch in nachhaltiger Hinsicht will die Wohnkompanie mit dem GoWest ein zukunftsfestes Quartier bauen. Die Gebäude werden langlebig aus Ziegelsteinen, Beton und Holz gebaut. Haustechnik und Bauchemie soll so wenig wie möglich zum Einsatz kommen. Auf den Dächern ist ein sechs Hektar großer Bauernhof geplant. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Projekt für die zukunftsweisenden Planungen mit dem Vorzertifikat in Platin der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

Das komplette Vorhaben mit allen drei Bauabschnitten soll voraussichtlich 2026/2027 fertiggestellt sein. Insgesamt investiert die Wohnkompanie Berlin mit ihren Partnern aus der Zech Group gut eine Milliarde Euro in das Quartier.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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