Die neue Urania kommt
Senat stellt Mittel für Sanierung und Erweiterung bereit

Die Urania wird zu einem Zentrum für Demokratie und Bürgerdialog, das Geld steht zur Verfügung.
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Nach 133 Jahren wird die Bildungseinrichtung Urania zu einem Zentrum für Demokratie und Bürgerdialog. Das Geld für die Maßnahme steht bereit. Die Kosten liegen bei 85,5 Millionen Euro.

Nachdem bereits im November 2020 der Bund entschieden hatte, die Erweiterung der Urania mit 42,75 Millionen Euro anteilig zu fördern, ermöglicht jetzt der Senat mit der gleichen Summe aus dem Innovationsförderfonds die Co-Finanzierung des Projekts. Damit ist der Weg frei, die Urania in ein „nationales Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Wissenschaft und Umwelt“ zu verwandeln.

Zentraler Ort für Bürger

Ulrich Weigand, seit 2018 Direktor der Urania, ist „in höchstem Maß begeistert und dankbar, dass der Senat die Weiterentwicklung der Urania durch eine Co-Finanzierung beschlossen hat“. Dieser Schritt sei eine wunderbare, parteiübergreifende Gesamtleistung Berlins. „Jetzt kann die Sanierung und der Ausbau unseres Standorts planmäßig noch in diesem Jahr vorbereitet werden“, sagt Weigand. Dem Direktor geht es nicht nur um die notwendige Sanierung der in die Jahre gekommenen Urania. „Hier soll ein zentraler Ort entstehen, an dem sich Menschen einmischen, zueinander finden und die großen gesellschaftlichen Fragen neu diskutieren“, sagt er in einem Interview mit Berliner-Woche-Reporterin Ulrike Kiefert (https://www.berliner-woche.de/schoeneberg/c-bauen/urania-macht-sich-auf-den-weg-zum-nationalen-buergerforum_a299555). Die Urania soll künftig für alle, nicht nur für das akademisch gebildete Publikum offen sein, ebenso für alle Generationen. Statt auf klassische Ausstellungsformen setzt Weigand auf interaktive Schauen. Die bewährten Formate, etwa Vorträge von Wissenschaftlern, sollen bleiben. Weitere Ideen: Wissenschaftslabore, Werkstätten für Kinder, Künstlerateliers. Und ein abgetrennter Bereich, der ohne Eintritt frei zugänglich ist, soll entstehen – mit Lesecafé, Gastronomie und Gesprächsecken.

Potenziale heben, Neues anstoßen

Der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator von Berlin, Michael Müller (SPD), erklärt, dass mit der Landesförderung gezielt Potenziale gehoben und Neues angestoßen werden soll. „Das passt wunderbar zu den Plänen und zur Mission der neuen Urania.“

Die 1888 gegründete Berliner Gesellschaft Urania war weltweit das erste Wissenschaftszentrum. Das Ziel war, wissenschaftliche Erkenntnisse auch einem Laienpublikum zugänglich zu machen. Die ersten Impulse dazu kamen bereits 1827/1828 von Alexander von Humboldt, der sich mit öffentlichen, naturwissenschaftlichen Vorträgen in der damaligen Singakademie an breite Bevölkerungsschichten gewandt hatte. Das erste Urania-Gebäude befand sich in der Invalidenstraße. Im Zweiten Weltkrieg wurde es weitgehend zerstört. Neuer Standort ist seit 1962 An der Urania 17. Jährlich gibt es rund 200 000 Besucher und etwa 13 000 Veranstaltungen.

Autor:

Ulrike Martin aus Zehlendorf

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