Gewalttaten an Halloween
Jugendliche werfen Böller und Brandsätze auf Autos

Am Reformationstag ist es im Schöneberger Norden zu Gewalttaten gekommen. Nach Einbruch der Dunkelheit schleuderten mehrere Jugendliche aus einer Gruppe von bis zu 100 Personen im Bereich der Pallas- und Potsdamer Straße Feuerwerkskörper und Böller gegen vorbeifahrende Autos.

Ein BVG-Bus wurde mit Eiern beworfen. Eine 64-jährige Radfahrerin erlitt einen Schock durch einen explodierenden Böller.  Beamte der Bereitschaftspolizei überprüfte 56 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren. Sie werden des schweren Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung verdächtigt. Nachdem ihre Personalien festgestellt worden waren, übergab die Bereitschaftspolizei sie ihren Eltern oder ließ sie gehen.

Etwa drei Stunden später warf ein Maskierter aus einer Gruppe von rund 40 Personen an der Ecke Goeben- und Steinmetzstraße einen Brandsatz nach einem Polizeifahrzeug. Die mit Benzin gefüllte Flasche verfehlte nur knapp den Wagen und geriet nicht in Brand. In der Nähe des Tatorts wurde später ein zweiter Brandsatz gefunden.

Die Polizei konnte sieben Jugendliche im Zusammenhang mit dem Angriff dingfest machen. Insgesamt überprüften die rund 85 Beamten bei ihrem im Einsatz im Steinmetzkiez 66 Personen. Es wurden Böller und Sturmhauben beschlagnahmt. Die Kripo ermittelt unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung sowie wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Zu den beiden Vorfällen sagte Benjamin Jendro, Sprecher der Polizeigewerkschaft GdP im Land Berlin: „Seit Jahren gehen dort überwiegend Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf die Straße, um mit immer gewalttätigeren Aktionen zu zeigen, wer am wenigsten Respekt vor staatlichen Institutionen und einem Menschenleben hat.“ Jendro warnt vor einer Gewaltspirale, die mit dem Tod eines Menschen enden könnte. Der GdP-Sprecher forderte Politik, Bezirk, Justiz und Gesellschaft auf, endlich hier tätig zu werden.

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