Blick zurück in die 80er
Marsha Burns' Poträtfotos der West-Berliner Subkultur

In Berlin ist Marsha Burns nahezu vergessen. Dabei hat die US-amerikanische Fotografin Spuren in der Stadt hinterlassen. Die kommunale Galerie Haus am Kleistpark ruft ihr Werk wieder in Erinnerung.

„Marsha Burns lebte 1984 ein halbes Jahr in West-Berlin“, weiß Galerieleiterin Barbara Esch Marowski. Während dieser Zeit habe sie junge Leute aus der Berliner „Szene“ fotografiert, fügt Esch Marowski hinzu. Diese Aufnahmen sind neben anderen erstmals seit langer Zeit wieder in Deutschland zu sehen.

„Looking Back“ ist die Ausstellung im „Projektraum“ der Galerie überschrieben. Ein Blick zurück auf die Monate im Westen der damals geteilten Stadt. Marsha Burns nutzte sie, um als einzige amerikanische Fotografin im Rahmen der legendären „Werkstatt für Photographie“ einen Vortrag an der Volkshochschule Kreuzberg zu halten und in Schwarzweiß Porträtfotos von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Subkultur zu machen. In ihnen sei der Zeitgeist der Berliner No-Future-Generation ebenso zu spüren wie der Narzissmus der Protagonisten vor der Kamera, urteilt Ausstellungskurator Benjamin Ochse.

Marsha Burns, 1945 in Seattle geboren, wo sie heute wieder lebt, sammelte bereits zu Beginn ihres Studiums der Freien Malerei in einem Kurs für Bildjournalismus erste Erfahrungen mit der Fotografie. Es dauerte aber noch weitere sechs Jahre, bis sie sich vollständig auf die Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel konzentriertee. Ihre Arbeiten befinden sich heute in nationalen und internationalen Sammlungen und Museen.

„Looking Back“ bis 26. Mai im Projektraum des Hauses am Kleistpark, Grunewaldstraße 6-7, dienstags bis sonntags 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei; www.hausamkleistpark.de.

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