Vorerst kein Umbau am Nolli
Im Bezirk fehlt Personal, im Senat vielleicht der Wille

Wer auch immer am Ende den Schwarzen Peter zugeschoben bekommt, eines steht fest: Die Neugestaltung des Nollendorfplatzes kommt nicht so schnell.

Wer ist schuld daran, dass es mit einem schönen neuen Nolli vorerst nichts wird, obwohl der Umbau schon vor vier Jahren auf Initiative der SPD-Fraktion von der Bezirksverordentenversammlung beschlossen wurde: das Bezirksamt, die BVG oder die Senatsverwaltungen für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie für Stadtentwicklung und Wohnen?

Dem Bezirk fehle Personal, um das Projekt zu begleiten, hat Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne) im Stadtentwicklungsausschuss mitgeteilt.

Was aber noch seit bereits zwei Jahren fehlt, ist eine Verkehrsuntersuchung aus dem Hause von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für die Grünen). Das Gutachten soll belegen, dass auf die Nord-Süd-Fahrbahn, die den Platz zerschneidet, verzichtet werden kann. Mit dem Ergebnis, dass eine große Platzfläche für Fußgänger entsteht. Im Januar hat die BVV per Beschluss die Senatsverkehrsverwaltung an die Untersuchung erinnert.

Die BVG muss am Nollendorfplatz die Tunneldecke der U-Bahn sanieren. Im Zuge dieser Arbeiten könnte, so der Plan, der Platz umgestaltet werden. Viel Geld würde dabei eingespart. Nur schieben die Verkehrsbetriebe die Arbeiten an der Tunneldecke immer wieder hinaus.

Aus der BVV, insbesondere von Seiten der SPD-Fraktion, werden Forderungen laut, Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) soll das Projekt Umbau Nollendorfplatz unterstützen. „Der Platz ist völlig runtergerockt. Die Situation ist desolat und wirkt sich auf das gesamte Umfeld aus. So kann es nicht weitergehen. Das muss auch im Land gesehen werden”, sagt Christoph Götz-Geene, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

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