Industriecampus nach Unternehmensgründer benannt
Siemensstadt 2.0 schreitet voran

Der Industrie- und Wissenschaftscampus Berlin (IWCB) am Rohrdamm heißt jetzt „Werner-von-Siemens Center for Industry and Science“. Benannt nach dem Siemensgründer werden dort künftig neue Materialien und Antriebe erforscht.

Mit der Siemensstadt 2.0 entwirft Siemens rund um die Nonnendammallee und den Rohrdamm ein „Stadtmodell der Zukunft“. Der Siemens-Innovationscampus soll ab 2030 unter anderem Start-ups, 3000 Wohnungen und Forschungseinrichtungen beherbergen. Kosten: rund 600 Millionen Euro.

Erste Maßnahme auf dem Weg dorthin ist der Industrie- und Wissenschaftscampus Berlin (IWCB) am Rohrdamm 85, in dem über 70 Millionen Euro in gemeinsame Forschung investiert werden sollen. Drei der Berliner Siemens Werke, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie die TU Berlin wollen dort eng in einer Co-Location zusammenarbeiten. Ende Oktober 2018 wurde dafür das „Memorandum of Understanding" im Roten Rathaus unterzeichnet. Jetzt, wenige Monate später, hat der IWCB-Campus einen neuen Namen bekommen. Der Industriecampus heißt nun offiziell „Werner-von-Siemens Center for Industry and Science“, benannt nach dem Konzerngründer.

Drei Professuren an der TU geplant

Laut Senat sollen extra drei Professuren an der TU eingerichtet werden, die sich mit der Erforschung digitaler Produktionstechnologien am Rohrdamm befassen. Für die Finanzierung der drei zusätzlichen Professuren sieht die Senatskanzlei für Wissenschaft und Forschung jährlich 1,5 Millionen Euro vor. „Wir als Technische Universität bringen unsere Forschungsexpertise ein, um gemeinsam mit den Partnern Lösungen für aktuelle Themen zu finden“, sagte TU-Präsident Christian Thomsen. Zum Beispiel für den 3D-Druck, Digitalisierung, neue Materialien und Beschichtungen.

Weniger rosig sieht dagegen die Zukunft im Dynamowerk gleich nebenan aus. Vor einem Jahr verkündete Siemens wie berichtet, den Standort im Zuge der Umstrukturierung des Unternehmens schließen zu wollen. Nach Protestaktionen der Belegschaft und IG Metall ruderte der Vorstand zurück. Konzern und Gesamtbetriebsrat einigten sich auf einen Rahmensozialplan. Demnach sollen 140 Arbeitsplätze weniger in der Fertigung wegfallen, statt 570 „nur“ 430 Stellen.

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