Willkommen in der Weihnachtsstadt! Weihnachtsmarkt und -traum verzaubern die Altstadt

Seit Jahren lockt der Spandauer Weihnachtsmarkt tausende Besucher an.
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  • Seit Jahren lockt der Spandauer Weihnachtsmarkt tausende Besucher an.
  • Foto: Ralf Salecker, 2013
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Lichterketten säumen die Fußgängerzone, die traditionelle Weihnachtstanne ist geschmückt, ihre fehlende Spitze durch einen Stern ersetzt, und nicht nur der Duft von Weihnachtsbäckerei und Punsch zieht durch Spandau, Besucher aus nah und fern flanieren durch das Weihnachtsparadies von rund 200 Ständen. Seit 27. November sind Weihnachtsmarkt und Weihnachtstraum geöffnet.

Die Besonderheiten des Spandauer Weihnachtsmarktes in der fußläufigen Altstadt als auch des Weihnachtstraums vor dem Rathaus liegen darin, dass sie nicht auf einem Festgelände eingegrenzt sind, sondern viele Aktionen sich rund um den Ortskern ereignen. Der historische Handwerkermarkt mit seinen Akteuren gibt an der Nikolaikirche Einblicke in das Leben der mittelalterlichen Handwerksleute. Der Markt der Spandauer Schulen tagt im Innenhof der Stadtbibliothek. Spandauer Schüler bieten dort an den Sonnabenden Selbstgebasteltes und Selbstgebackenes an. „Die Vielfalt macht den Markt aus“, sagt Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer des Veranstalters „Partner für Spandau“. Ein weiteres Merkmal sei auch, dass man den Weihnachtsmarkt mit einem Einkaufserlebnis verbinden und neben Shoppen und Speisen den Weihnachtsmann sehen könne.

Mehr Sicherheitsvorkehrungen

Der Spandauer Weihnachtsmarkt begeht in diesem Jahr sein 44. Jubiläum. „Er soll in erster Linie Freude bereiten, stellt aber auch einen wichtigen Wirtschafts- und Werbefaktor für den Bezirk dar“, betont der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Hanke (CDU), der in diesem Jahr zum 25. Mal den Markt begleitet. Diesen gelte es mit aller Kraft zu erhalten und finanziell leistbar zu gestalten, für Besucher, Standbetreiber und den Einzelhandel. Gerade durch die Geschehnisse am Breitscheidplatz im Vorjahr seien die Auflagen für Sicherheitsvorkehrungen gestiegen. „Sicherheit muss es, kann es aber nie zu 100 Prozent geben“, erklärt Bezirksstadtrat Stephan Machulik (SPD). Im Rahmen des vom Senat auferlegten Sicherheitskonzepts wurden Auflagen mit den Veranstaltern abgesprochen, die Abstände zwischen den Standflächen verändert, die Rettungsgasse verbreitert, ein Evakuierungsplan entwickelt und sämtliche Gefahren in den Vorkehrungen berücksichtigt. „Aber einen Flugzeugabsturz haben wir nicht eingeplant“, so Machulik. Ärgerlich sei vor allem, dass der Senat die Bezirke damit alleine lasse, kritisiert auch Dettmann, denn in anderen Städten würden Sicherheitsvorkehrungen von der Stadt getroffen.

Rund 200 Standbetreiber aus vier Kontinenten und zusätzliche an den Wochenenden besiedeln das im Ortskern verteilte Festareal, das täglich von mehreren tausend Besuchern frequentiert wird. Laszlo Baksa, der seit 2013 mit der Kappennummer 1 für die Wasserfreunde Spandau 04 das Tor des deutschen Wasserball-Rekordmeisters hütet, serviert Kürtöskalacs, Baumstriezel. Olivenholzschnitzereien aus dem Heiligen Land, Gewürze aus aller Welt, Thüringer Bratwurst oder kanadische Pommes Frites mit Bratensaft und überbackenem Käse sind nur einige schmackhafte Leckereien neben Punsch, Glühwein und süßer Weihnachtsbäckerei. Täglich wechselnde Bühnenprogramme, Rock-Konzerte an den Freitagabenden unter dem Motto „Christmas meets Rock and Roll“, Auftritte der Zoll Big Band Berlin an den Wochenenden und eine Weihnachtskrippe mit lebenden Tieren ergänzen die Marktstimmung. An jedem Mittwoch, der zugleich Familientag mit Rabatten an den Ständen ist, stattet der Weihnachtsmann den Kindern einen Besuch ab, und die Berliner Tafel lädt zum vorweihnachtlichen Backen.

Inklusiver Tannenbaum

Die traditionelle Weihnachtstanne wurde auch in diesem Jahr von der Tourismuszentrale Fichtelgebirge gespendet. Sie stammt von dem Spandauer Pärchen Monika und Peter Lüdtke, das den Baum vor über 30 Jahren im Garten seines Ferienhauses im fränkischen Hüttstadl gesetzt hat. Leider hat sich das Bäumchen nicht vollends zugespitzt. „Doch der Baum ist auch ohne Spitze spitze“, meint Dettmann, wenngleich es sich bei der diesjährigen Tanne ohne ausgewachsene Spitze um einen „inklusiven Baum“ handelt. „Doch jeder Baum hat das Recht, ein Weihnachtsbaum zu werden. Mittlerweile ist er prächtig geschmückt, und ein Stern schmückt seine Spitze“, verteidigt Dettmann die Tanne.

Der 47. Spandauer Weihnachtstraum vor dem Rathaus ist am 27. November mit dem Anschnitt des längsten Christstollens Berlins eröffnet worden. Die Erlöse aus dem Verkauf des 47 Meter langen Stollens der Familienbäckerei Rößler gehen zugunsten der karitativen Spandauer Einrichtung „Herberge zur Heimat“.

Die Standbetreiber öffnen ihre Stände an jedem Tag um 11 Uhr. Von Sonntag bis Donnerstag bleiben sie bis 20 Uhr, freitags und sonnabens bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Autor:

Mia Bavandi aus Reinickendorf

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