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Grüne mit Prominenz zur Bundestagswahl: Spandauer nominieren Bettina Jarasch

Spandau. Spandaus Grüne setzen im Bundestagswahlkampf auf eine Prominente. Sie nominierten die ehemalige Landesvorsitzende Bettina Jarasch als Direktkandidatin.

Der Wahlkampf hat schon (wieder) begonnen. Diesmal geht es um die Bundestagswahl am 24. September. Während CDU und SPD mit den Spandauern Kai Wegner und Swen Schulz auf Kontinuität setzen, wollen Bündnis 90/Die Grünen mit Prominenz von außen im Wahlkampf punkten: Bettina Jarasch. Die ehemalige Vorsitzende der Berliner Grünen bekam bei der Wahl am 21. Februar in Spandau 22 Ja-Stimmen von 25 Stimmberechtigten. Damit nominierten die Grünen Bettina Jarasch zur Direktkandidatin für den Wahlkreis Spandau und Charlottenburg-Nord. Jarasch ist 48 Jahre alt und wohnt in Kreuzberg. Bei der Abstimmung in der Kreisgeschäftsstelle der Grünen an der Mönchstraße hatte sie keinen Gegenkandidaten. Sollte Jarasch bei der Bundestagswahl das Direktmandat holen, wären die Spandauer erstmals mit einer Grünen-Politikerin im Bundestag vertreten.

Jarasch: "Die Außenbezirke stärken"

Ihre Entscheidung für Spandau begründete Bettina Jarasch mit dem Wunsch der Grünen, auch die Außenbezirke stärken zu wollen. „Spandau ist für mich reizvoll, da wir hier vor vielen Herausforderungen stehen, die möglichst schnelle Lösungen brauchen“, sagte sie. Als Beispiele nannte sie mehr Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur oder in Klimaschutzprojekte. In neuen Stadtquartieren wie dem „Spandauer Ufer“ will sie sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Erfahrung aus der Bundespolitik bringt Bettina Jarasch durchaus mit. Seit 2013 ist sie Mitglied im Bundesvorstand der Grünen.

Im Kreisverband ist man sich sicher, mit der Prominenz viele Stimmen zu bekommen. „Mit ihrer großen Fachkompetenz wird sie neuen Schwung in den Spandauer Wahlkampf und den Kreisverband bringen“, sagte Kreischefin Susanne Zissel. Der Push käme Spandaus Grünen nach den internen Grabenkämpfen zweifelsohne zugute. Bei Jarasch als Kandidatin hatte der Kreisverband wohl auch darum selbst angefragt. uk

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