Spandauer setzen ein Zeichen
Kundgebung gegen Rassismus im Alltag

Veranstalter und Unterstützer stehen gemeinsam gegen Rassismus zusammen.
  • Veranstalter und Unterstützer stehen gemeinsam gegen Rassismus zusammen.
  • Foto: [bildautor]Foto: Christian Schindler[/bildautor]
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Kundgebung gegen Rassismus und Hass: Mehrere hundert Spandauer haben ein Zeichen für mehr Toleranz gesetzt und eine Erklärung unterzeichnet.

Rund 500 Menschen haben am 22. Juni vor dem Rathaus Spandau gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Spandau hält zusammen" hatten die Islamische Gemeinde Spandau und der Evangelische Kirchenkreis Spandau aufgerufen. Hintergrund ist der Alltagsrassismus, der auch in Spandau zunimmt. Ende März war ein BVG-Mitarbeiter am am Rathaus rassistisch beschimpft und angegriffen worden. Anfang Mai wurde eine Muslimin geschlagen, weil sie sich zu ihrem Kopftuch bekannt hatte. In den beiden, zuletzt bekannt gewordenen Fällen ermittelt die Polizei.

Bundes- und Landespolitiker setzen ein Zeichen

Mit ihrer Kundgebung wollten die Veranstalter ein Zeichen setzen für mehr Respekt, Toleranz und Vielfalt in einer „religiös und weltanschaulich pluralen Gesellschaft.“ Auf der Bühne vor dem Rathaus sprachen Pfarrer Karsten Dierks und Suat Aydin für die Veranstalter sowie Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und die Spandauer Bundestagsabgeordneten Kai Wegner (CDU) und Swen Schulz (SPD). Innensenator Andreas Geisel (SPD) schaute ebenfalls vorbei.

Zum Abschluss verabschiedeten Veranstalter und Unterstützer eine gemeinsame Erklärung mit folgendem Wortlaut: „Wir, die Unterzeichner dieser Erklärung, stellen uns entschieden gegen Rassismus, Hass und Gewalt in jeglicher Form. Jede Sichtweise, die Menschen aufgrund einer tatsächlichen oder zugeschriebenen Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen oder religiösen Gruppe diskriminiert, ist mit unseren Überzeugungen nicht vereinbar. Wir werden auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen, in den sozialen Netzwerken, in Schulen und Vereinen und am Arbeitsplatz entschlossen handeln, um den auch in unserem Bezirk sich immer weiter verstärkenden rassistischen Entwicklungen entgegenzutreten. Wir rufen alle Spandauer Mitbürger und Mitbürgerinnen auf, uns dabei zu unterstützen.“

743 Menschen haben die Erklärung bisher unterschrieben. Online ist sie zu finden unter www.spandauhältzusammen.de.

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