Führungswechsel nach 13 Jahren: Die Seniorenvertretung ist gewählt und berufen

14 von 17 gewählten Seniorenvertretern erhielten am 12. April ihre Berufungsurkunde von Stadtrat Gerhard Hanke, im Anschluss schritten der Beirat zur Vorstandswahl.
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  • 14 von 17 gewählten Seniorenvertretern erhielten am 12. April ihre Berufungsurkunde von Stadtrat Gerhard Hanke, im Anschluss schritten der Beirat zur Vorstandswahl.
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Spandau. Das Ganze ging flott und konzentriert vonstatten: Am 12. April hat sich die neue Spandauer Seniorenvertretung konstituiert und in einem Rutsch auch gleich den Vorstand für die nächsten fünf Jahre gewählt. Im 17-köpfigen Gremium sind neue und bekannte Gesichter.

Berauschend war die Wahlbeteiligung in der Zitadellenstadt nicht. 67.244 Spandauer im Alter über 60 waren in diesem Frühjahr aufgerufen, aus 33 Kandidaten 17 Frauen und Männer auszuwählen, die in Zukunft ihre Interessen vertreten sollen – gegenüber Wirtschaft, Politik und Verwaltung. 3644 Spandauer votierten, persönlich in den Wahllokalen oder per Briefabstimmung. „Das ist ein bisschen enttäuschend bei dem Aufwand, den wir hatten“, sagte Sozialstadtrat Gerhard Hanke (CDU), der am 12. April die neuen Seniorenvertreter ins offizielle Gremium berief. Mit einer Beteiligung von 5,42 Prozent liege Spandau berlinweit aber im Schnitt. In Treptow-Köpenick stimmten die meisten Senioren ab, dort lag die Beteiligung bei 7,02 Prozent. In Mitte war sie mit 4,68 Prozent am geringsten.

Die 17 Spandauer Kandidaten mit den meisten Stimmen nahmen allesamt ihre Wahl ohne Umschweife an. So konnten beim konstituierenden Treffen im Seniorenclub am Lindenufer die 14 Anwesenden – drei Senioren fehlten entschuldigt – gleich zur ersten Tat schreiten und einen neuen Vorstand wählen. Einigen mussten sie sich auf Vorsitz und Vize, Schriftführer und Finanzzuständigen. Dass er zwar im Gremium bleibe, für die Führungsriege aber nicht mehr zur Verfügung stehe, hatte der bisherige „Chef“ allerdings schon vorab klar gestellt. 13 Jahre saß Klaus-Dieter Trautmann an der Spitze der Spandauer Seniorenvertretung und war daher auch im berlinweiten Beirat engagiert. Davon wolle er sich nun zurückziehen und auf die Themen der Havelstadt konzentrieren, sagte er. Denn ein Leben ganz ohne Seniorenvertretung könne er sich nicht vorstellen. „Es macht unheimlich viel Spaß, sich für Leute einzusetzen, die das selbst nicht können. Und wir haben viel erreicht, was uns auch selbst zugute kommt.“

Der ehemalige Vorsitzende schlägt den Nachfolger vor

Wenngleich er selbst nicht erneut antreten wollte: Von seinem Vorschlagsrecht für einen Nachfolger machte Trautmann Gebrauch, in dem er den Namen Karl-Heinz Klocke nannte. Mit dieser Vorstellung konnten sich fast alle Mandatsträger anfreunden. So wurde der ehemalige Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der Spandauer Seniorenvertretung gewählt. An seiner Seite engagieren sich künftig: Susanne Pape als Stellvertreterin, Klaus-Peter Steffen übernimmt das Amt des Schriftführers, für die Finanzen zuständig zeichnet in den kommenden fünf Jahren Ingrid Jakob.

Die erste Amtshandlung des „Neuen“ richtete sich an seinen Vorgänger. Es war ein herzliches Dankeschön „für alles, was Sie in den vergangenen Jahren geleistet haben.“ bm

Kontakt zur Seniorenvertretung gibt es unter  902 79 27 17 und unter www.berlin.de/ba-spandau/politik-und-verwaltung/gremien/seniorenvertretung/.
Autor:

Berit Müller aus Lichtenberg

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