Vom Vorzeige-Spielplatz zum Sorgenkind
Auf dem Dschungelspielplatz im Bäkepark mussten Geräte abgebaut oder gesperrt werden

Der Dschungelspielplatz war einst ein Vorzeige-Spielplatz des Bezirks. Jetzt erinnert nur noch die Affenskulptur am Eingang an das Dschungel-Thema.
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Der Dschungelspielplatz im Bäkepark gehört zu den beliebtesten im Bezirk. Dies galt lange Zeit. Doch inzwischen wurden Spielgeräte abgebaut oder gesperrt. Auf Nachfrage der Berliner Woche räumte Grünen-Stadträtin Maren Schellenberg ein, dass etliche Geräte erhebliche Mängel aufwiesen und nicht mehr sicher waren.

Der Dschungelspielplatz war in den Jahren 2003 und 2004 ein Leuchtturmprojekt des Bezirks. Die Spielgeräte und Tierfiguren wurden aus Robinienhölzern angefertigt. Damit wurde zwar dem Wunsch nach einem möglichst naturnahen Spielplatz entsprochen und der Werkstoff Holz bot nahezu grenzenlose Möglichkeiten bei der Gestaltung von individuellen und phantasievollen Spielgeräten. „Doch 17 Jahre später haben Abnutzung und Fäulnis an vielen der Geräte zu erheblichen Mängeln geführt“, erklärt Stadträtin Maren Schellenberg gegenüber der Berliner Woche.

So mussten Stege, Brücken und Matten im Bereich der großen Spielkombi und des Dschungeldorfes, die verfault oder verschlissen waren, ersatzlos abgebaut werden. In diesem Bereich wurden aus vorhandenem Material Palisaden verlegt.

Spielgeräte aus Sicherheitsgründen gekürzt

Was die notwendigen Reparaturen betrifft, sei es grundsätzlich das Ziel gewesen, das vorhandene Spielangebot so weit wie möglich zu erhalten, so Schellenberg. Der Spielwert einzelner Geräte werde sogar erhöht. Die meterhohen Pfosten der Netzlandschaft mit Palmen sowie überhohe Dächer der Spielkombination wurden beispielsweise aus Gründen der Verkehrssicherheit gekürzt. Ebenfalls wurden die Netzbrücken und Kletternetze abgebaut. Dafür gab es aber Ersatz durch „Elemente mit neuem Spielwert“ wie eine Freeclimbing-Wand und eine Rutschstange.

Weitere Reparaturen geplant

Um die vielen Holzgeräte des Dschungelspielplatzes weitgehend erhalten zu können, sind auch für das nächste Jahr Reparaturarbeiten geplant – vorausgesetzt die notwendigen Mittel sind vorhanden. „Aus dem Etat für die Reparaturen von Spielgeräten müssen 139 weitere Spielplätze bearbeitet werden und hier gilt es Jahr für Jahr neu zu überlegen, welche Spielgeräte repariert werden können, um möglichst einer Absperrung oder gar Schließung eines ganzen Spielplatzes zuvorzukommen“, sagt Maren Schellenberg. Sie betont auch, dass in die Jahre gekommene Holz-Spielgeräte in Teilen auch zurückgebaut werden müssten, um Spielwert und vor allem die Sicherheit gewährleisten zu können.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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