Kiezkompass

Beiträge zum Thema Kiezkompass

Politik
Ella Barowsky bei der Einweihung der Grünanlage Cheruskerstraße am 27. März 1954.

Die Politikerin mit dem Hütchen
Ella Barowsky war Schönebergs erste Frau auf dem Bürgermeistersessel

Walter Momper nannte sie schlicht „ein Juwel unserer Stadt“. „Sie“, das war Ella Barowsky, Schönebergs erste Bezirksbürgermeisterin. Der Ausspruch: „Politik muss man machen, damit auch Raum bleibt für alle anderen menschlichen Dinge“ wird der Linksliberalen zugeschrieben, die 1951 mit 39 Jahren als erste Frau auf dem Schöneberger Bürgermeistersessel Platz nahm. Der politische Weg war der 1912 in Charlottenburg geborenen Ella Barowsky nicht direkt vorgezeichnet. Zwar studierte sie in Berlin...

  • Schöneberg
  • 28.04.20
  • 59× gelesen
Kultur
Zum Heilsbronnen wurde in der Nazizeit zum Zufluchtsort verfolgter Juden.
2 Bilder

Ein mutiger Pfarrer
Beim Spaziergang im Kiez begegnet man Theodor Burckhardt

Wir setzen unseren Spaziergang aus der Vorwoche fort. Vom „Letzten Postillon“ in der Geisbergstraße flanieren wir Richtung Süden. Bald ist ein Kirchturm zu sehen. Dann stehen wir vor der Kirche Zum Heilsbronnen in der Heilbronner Straße 20. Typisch für Berlin gliedert sich die Backsteinfassade des Gotteshauses in die Häuserzeile ein. Dahinter erstreckt sich ein Kirchenschiff, in dem bis zu 700 Gläubige Platz finden, nebst Gemeinderäumen und Dienstwohnungen. Es ist ein monumentales Bauwerk...

  • Schöneberg
  • 14.04.20
  • 65× gelesen
Kultur
Der Postillon am ehemaligen Schöneberger Postamt W30.
2 Bilder

Der letzte Postillon
Eine Figur an der Geisbergstraße erzählt vom Reisen in früherer Zeit

Verreisen ist derzeit nicht ratsam und sowieso eingeschränkt. Es bleibt das Flanieren durchs Viertel. Zu entdecken ist da auch eine überlebensgroße Kunststeinfigur. Sie erinnert ausgerechnet ans Reisen. Wo an der Geisberg- und Welserstraße die Fronten des ehemaligen, denkmalgeschützten Postamts W30 zusammentreffen, ragt eine männliche Figur auf. Sie steht auf einem auskragenden Sockel und erinnert an eine frei schwebende Bildsäule oder an eine Galionsfigur. Geschaffen wurde sie 1925 von dem...

  • Schöneberg
  • 10.04.20
  • 83× gelesen
  •  1
Leute
Portal mit Gedenktafel links an Robert Uhrigs Wohnhaus.
3 Bilder

Aufrecht in den Tod
Eine Gedenktafel in der Wartburgstraße führt zu Robert Uhrig

Auf einem Spaziergang durch den Kiez fällt am schmucken Wohnhaus in der Wartburgstraße 4 eine Gedenktafel ins Auge. Sie ist dem Werkzeugmacher Robert Uhrig gewidmet. Der 1903 in Leipzig Geborene, der in einer Schlosserfamilie aufwächst, war „der Leiter der größten antifaschistischen Widerstandsgruppe der KPD in Berlin“, so der Text der Tafel, die am 20. Oktober 1987 enthüllt wurde. In Berlin lässt sich Uhrig zum Werkzeugdreher ausbilden, geht anschließend auf Wanderschaft und legt 1921...

  • Schöneberg
  • 28.03.20
  • 62× gelesen
Kultur
Landmarke in Schöneberg: Apostel Paulus ist schon von weitem zu sehen.
3 Bilder

Gotteshaus mit bewegter Geschichte
Die Apostel-Paulus-Kirche besteht seit 125 Jahren

Mit ihren heute 1200 Sitzplätzen ist sie eine der größten Kirchen Berlins und ein gern besuchter Konzertort. Kurz vor dem Jahreswechsel ist die Apostel-Paulus-Kirche im Akazienkiez 125 Jahre alt geworden. Begünstigt durch seine Nähe zu Berlin und an der wichtigen Verbindungsstraße nach Potsdam gelegen zählte Schöneberg Mitte der 90er-Jahre des 19. Jahrhunderts rund 63 000 Einwohner. Tausende gehörten der Schöneberger evangelischen Großgemeinde an. Eine solche Massenparochie benötigte Raum....

  • Schöneberg
  • 09.01.20
  • 94× gelesen
Leute
Chie Ishii am heimischen Klavier.

"Ich war einfach zu anders"
Chie Ishii ist die Rockmusikerin und Autorin vom Viktoria-Luise-Platz

Hier fühle sie sich heimisch, sagt Chie Ishii. Die japanische Musikerin und Autorin lebt am Viktoria-Luise-Platz; eine erstaunliche Persönlichkeit, diese zarte Frau mit dem unwiderstehlichen Lächeln. Seit 23 Jahren wohnt die gebürtige Tokioterin im Kiez. Nach Berlin ist Chie Ishii schon sieben Jahre früher gekommen. Das war unmittelbar nach dem Mauerfall. „Jetzt muss ich nach Deutschland“, habe sie sich damals gesagt. „Ich habe nach meinem Studium in den USA ein neues Leben gesucht“, so Chie...

  • Schöneberg
  • 18.11.19
  • 320× gelesen
  •  1
Leute
So schnell, dass die Kamera nicht hinterherkommt: Dario Krakowski zaubert mit seinem Jo-Jo verblüffende Figuren.
2 Bilder

Flinker Faden zwischen zwei Scheiben
Dario Krakowski (16) ist Deutscher Meister im Jo-Jo

Das Jo-Jo, auch Yo-Yo geschrieben, ist ein uraltes Spielzeug. Schon in der Antike haben sich Menschen damit die Zeit vertrieben. In Dario Krakowski hat das Spiel mit dem Faden zwischen zwei Scheiben seinen aktuellen Deutschen Meister gefunden. Der Schöneberger ist erst 16 Jahre alt. Aber das Jo-Jo beherrscht er perfekt. So perfekt, dass der Schüler am Robert-Blum-Gymnasium nun schon zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister in dieser artistischen Disziplin geworden ist. „Es macht einfach...

  • Schöneberg
  • 22.10.19
  • 141× gelesen
Kultur
Motzstraße 22, ein Ort mit ziemlich brauner Vergangenheit.

Hier wurde 1919 das „Deutschtum“ erfunden
Heute Spielplatz, früher Schutzbundhaus

Die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialvergangenheit ist im Gange. Das findet auch im Bezirk seinen Niederschlag, so 2017 in der Ausstellung „Forschungswerkstatt: Kolonialgeschichte in Tempelhof und Schöneberg“ im Schöneberg Museum. Nach 100 Jahren des Nicht-Gedenkens haben CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die Kolonialgeschichte in der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen Vergangenheit und dem DDR-Unrechtsstaat gleichzustellen. Die Grüne...

  • Schöneberg
  • 02.09.19
  • 130× gelesen
Kultur
Zwei Blätter aus dem Kalender „Literarisches Berlin“ für 2010, erschienen in der Edition Ebersbach, links Vicki Baum am Punchingball, rechts Radrennfahrer in einem Gemälde von Max Oppenheimer.
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Vergnügen und Grauen
Der Berliner Sportpalast und seine Geschichte

Der Berliner Sportpalast an der Potsdamer Straße ist ein Mythos: ein Blick zurück auf die Veranstaltungshalle, die Berlin mit zu einer Weltstadt machte und heute verschwunden ist. Der Palast, eines der Hauptwerke des Architekten Hermann Dernburg (1868-1935) war bei seiner Eröffnung im November 1910 allein schon wegen seiner Kunsteisbahn eine Sensation. Sie war die größte der Welt. Beim Eröffnungskonzert hatte der Komponist Richard Strauss den Stab in der Hand. Er dirigierte als Preußischer...

  • Schöneberg
  • 10.08.19
  • 411× gelesen
Kultur
So ziemlich das einzige Vergnügen: Kino. Ausschnitt aus dem Friedenauer Lokalanzeiger vom 1. August 1919.

"Gehet hin und tut desgleichen"
Friedenau im August vor hundert Jahren

Was war eigentlich am 1. August vor hundert Jahren in Friedenau los? Ein Blick in die Zeitung von damals gibt einigen Aufschluss. Der 1. August 1919 ist ein Freitag. Der Himmel ist leicht bewölkt. Es regnet etwas. Gelegenheit also, im Lokalblatt zu schmökern. Leo Schultz, Herausgeber des Friedenauer Lokalanzeigers mit Geschäftsstelle in der Rheinstraße 15, und sein verantwortlicher Redakteur Hermann Martinius müssen gleich auf der Titelseite bekanntgeben, dass „Herr Krause in der...

  • Schöneberg
  • 01.08.19
  • 271× gelesen
Kultur
Die Leberstraße, als Sedanstraße angelegt, ist bis heute die Hauptgeschäftsstraße der Schöneberger Insel geblieben. Eine frühere berühmte Bewohnerin erkennt man auf einer Hauswand.
6 Bilder

Heimatkunde der schönsten Art
Auf der „Insel-Tour“ Schöneberger Geschichte im Selbstversuch erleben

„Viel Vergnügen beim Erkunden“, wird im „Insel-Tour“-Heft gewünscht. Um es gleich vorwegzunehmen: Wer sich auf die Erkundungstour auf der Schöneberger oder Roten Insel begibt, wird dieses Vergnügen haben. Geschichte wird lebendig. Wir haben es ausprobiert. Den Rundgang im von Eisenbahnlinien umgebenen und daher als „Insel“ bezeichneten Quartier zwischen Kolonnenstraße, Gasometer und Industriegebiet an der Wilhelm-Kabus-Straße beginnt an der Informationstafel Nummer 1 am S-Bahnhof...

  • Schöneberg
  • 24.07.19
  • 290× gelesen
Leute
Die Gedenktafel in der Crellestraße.
2 Bilder

Von Schöneberg auf die Bühnen und zum Film
Schauspieler Joachim Kemmer lebte als Kind in der Crellestraße

Er war Mitglied politischer Kabaretts, war auf den großen Bühnen des Sprechtheaters, in Musicals, TV- und Kinofilmen zu erleben und arbeitete als Synchronsprecher: Joachim Kemmer. Seine Kindheit und Jugend verlebte er in Schöneberg. Eine Gedenktafel am Haus Nummer 41 in der Crellerstraße erinnert an den deutschen Schauspieler, Kabarettisten, Sänger und Synchronsprecher. Joachim Kemmer wurde am 12. September 1939, wenige Tage nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, in Brandenburg an der...

  • Schöneberg
  • 20.06.19
  • 269× gelesen
Bauen
Links im Bild ist der moderne zweigeschossige Anbau zu sehen.
4 Bilder

Kleinod hinter Bäumen
Von der Shell-Tankstelle zum Wohn- und Atelierhaus

Die Bülowstraße: in der Mitte die U-Bahn als Hochbahn, die Straße gesäumt von aneinandergereihten, mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshäusern – und plötzlich ein Bruch. Hausnummer 18. Das Grundstück ist von einer zwei Meter hohen weißen Mauer eingefasst, über die Kirschsträucher, Bambus und mehr als ein halbes Jahrhundert alte Kiefern emporragen. Was sich dahinter verbirgt, ist nur zu ahnen. Nur die Älteren werden sich noch daran erinnern, dass sich hier zu Wirtschaftswunderzeiten eine...

  • Schöneberg
  • 28.05.19
  • 488× gelesen
Bauen
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (Mitte) lässt sich gemeinsam mit Tempelhof-Schönebergs Bürgermeisterin Angelika Schöttler von GeWoSüd-Vorstandschef Norbert Reinelt (links) durch den Lindenhof führen.
8 Bilder

Ein Abbild der letzten 100 Jahre
Genossenschaftliches Wohnen Berlin-Süd und „Lindenhof“ feiern Jubiläum

Es gibt sie: die an ein schmuckes Dorf auf dem Lande erinnernde Idylle in der Großstadt. Sie liegt am südlichsten Zipfel Schönebergs: der Lindenhof. Die Siedlung ist die älteste und größte der Genossenschaftliches Wohnen Berlin-Süd eG (GeWoSüd). In diesem Jahr feiern Lindenhof und Genossenschaft 100-jähriges Bestehen. Am 17. Mai war Auftakt für die Feierlichkeiten. Der Regierende Bürgermeister ließ sich auf einem Rundgang vom Vorstandsvorsitzenden Norbert Reinelt die Siedlung zeigen. In...

  • Schöneberg
  • 21.05.19
  • 508× gelesen
Kultur
Schmuckstück in der Mitte des Platzes: der Kinderbrunnen.
4 Bilder

Das Paradies der Damen
Gutbürgerliches Leben am Barbarossaplatz vor über 100 Jahren

Am Barbarossaplatz, benannt nach dem Stauferkaiser Friedrich I. „Barbarossa“, ließ es sich vor über 100 Jahren gutbürgerlich leben. 1906 war der Platz an Barbarossa-, Eisenacher und Schwäbischer Straße als Schmuckplatz fertiggestellt worden. Ein stattlicher Brunnen mit achteckigem Becken aus Muschelkalk ziert ihn. Auf dem Rand sitzen Kinderfiguren aus Bronze, weshalb er auch „Kinderbrunnen“ heißt. Geschaffen hat ihn 1913 der Deutschbalte Constantin Starck (1866-1939), einer der wichtigsten...

  • Schöneberg
  • 03.05.19
  • 328× gelesen
Kultur
Peter Fuchs
2 Bilder

Schöneberger Steinigung
Peter Fuchs hat seinen ersten Kiez-Krimi geschrieben

Soviel Lokalkolorit war selten in einem Roman. Man könnte geradezu mit dem Buch in der Hand die Orte der Handlung aufsuchen. Peter Fuchs hat seinen ersten Krimi aus und über Schöneberg geschrieben. Vicky, Arztgattin, wie der Autor aus Österreich stammend, joggt im Volkspark südlich des Rathauses Schöneberg und denkt über Bruchstücke von Ziegelsteinen als Zeugen der Zeitgeschichte nach, an denen sie vorbeiläuft. Da begegnet ihr zuerst ein Kaninchen und dann ein Mann mit nacktem Oberkörper....

  • Schöneberg
  • 18.03.19
  • 884× gelesen
Kultur
In Schöneberg erinnert eine Brücke an den genialen Erfinder.

Der erste Hubschrauber
Über den Schöneberger Erfinder Johannes Hermann Ganswindt

Aus Schöneberg kommen Visionäre. Zum Beispiel der Konstrukteur und Erfinder Johann Hermann Ganswindt. Seit 1976 erinnert die Hermann-Ganswindt-Brücke an den Erfinder des Hubschraubers. Sie führt den Vorarlberger Damm über die Stadtautobahn. Auch ein Krater auf dem Mond und eine Vertiefung in der Südpolregion des Erdtrabanten tragen seinen Namen. Das hat mit Ganswindts anderer Leidenschaft zu tun, der Raumfahrt. Johannes Hermann Ganswindt stammte aus Ostpreußen. 1856 wurde er nahe...

  • Schöneberg
  • 06.02.19
  • 260× gelesen
  •  1
Leute
Bester Kenner des Alten Sankt Matthäus-Kirchofs: Gerhard Moses Heß mit seiner treuen Begleiterin Leila.

Gerhard Moses Heß beendete seine Friedhofsführungen
Am aufregendsten war der Spion

Das Publikum war zahlreich, als Gerhard Moses Heß im Dezember seine letzte Führung über den Alten St. Matthäus-Kirchhof unternahm. „Zehn Jahre sind genug“, sagt Heß. Jetzt wolle er etwas anderes machen. Über 200 kulturhistorisch-literarische Rundgänge hat der Lichtenrader Germanist, Historiker und Theaterpädagoge an der Großgörschenstraße angeboten. Den Matthäus-Kirchhof habe er vor 25 Jahren kennengelernt. Damals wurde dort ein Freund des gebürtigen Ostwestfalen beigesetzt. Gerhard Heß –...

  • Schöneberg
  • 26.01.19
  • 292× gelesen
Kultur
Der Hauseingang der Keithstraße 8 mit den beiden Gedenktafeln links und rechts.
3 Bilder

Der Katholik und der Kommunist
Erich Klausener und Alexander Schwab in der Keithstraße 8

Wir wissen nicht, ob sie sich näher kannten, ob sie mehr als ein "Guten Tag" miteinander wechselten. Erich Klausener und Alexander Schwab waren Nachbarn in der Keithstraße 8, zu ihrer Zeit Lutherstraße 47, und Nazigegner; der eine Katholik, der andere Kommunist. Zwei Tafeln links und rechts des Hauseingangs erinnern an die Männer. Erich Klausener (1885-1934) wird seit 1988 mit einer Tafel in Kupferlegierung gedacht, Alexander Schwab (1887-1943) mit einer Berliner Gedenktafel aus...

  • Schöneberg
  • 20.01.19
  • 117× gelesen
Kultur
Im vierten Stock des Hauses an der Maaßenstraße unterhielt die Schriftstellerin Emma Vely ihren literarischen Salon.
2 Bilder

Hier traf sich „tout Berlin“
Drei Salonnièren rund um den Nollendorfplatz

In Schöneberg war man oft seiner Zeit voraus. Es müsste korrekt heißen: „Frau“ war der Zeit voraus. Zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz hatten während der Kaiserzeit drei Damen ihre Salon als Treffpunkte bürgerlich-liberaler Kreise. Freiheit, Bildung und Selbstverwirklichung in einer von Männern dominierten Gesellschaft wollten die Frauen in ihren Salons finden. 90 gab es in Berlin zwischen 1780 und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Musiker, Literaten und Politiker, aber auch...

  • Schöneberg
  • 10.01.19
  • 152× gelesen
Kultur
Die Meisenbach-Höfe.

Meisenbach, Riffarth und Co. an der Hauptstraße
Hier wurde die Drucktechnik revolutioniert

Hinter dem Vorderhaus an der Hauptstraße nahe dem Kleistpark verbirgt sie ein für die Drucktechnik geschichtsträchtiger Ort: die Meisenbach-Höfe. Benannt ist der Gewerbehof nach Georg Meisenbach (1841-1912) aus Nürnberg, dem Erfinder der Autotypie, der Netzätzung, und des Rasterdrucks. Die Gebäude in der Hauptstraße 7a wurden 1892 errichtet, als neue Fabrikationsstätte und Hauptniederlassung zweier zum Unternehmen Meisenbach, Riffarth und Co. fusionierter Firmen: Meisenbach & Co. in...

  • Schöneberg
  • 25.12.18
  • 282× gelesen
Kultur
Das Eingangsportals mit der Gedenktafel.
4 Bilder

Künstler und Seifenfabrikant
Der Maler Kurt Dietrich Losch aus der Meraner Straße

Im Vorübergehen fällt am Haus Meraner Straße 12 die eckige Einfassung des Rundbogenportals auf. Das Mosaik mit den farbigen Einsprengseln lenkt den Blick auf die schwarze Granittafel, die seit 2003 links vom Eingang hängt. Sie erinnert an einen weitgehend vergessenen Maler: Kurt Dietrich Losch. Nach dem Realschulabschluss hatte der 1889 geborene Berliner an der Königlichen Kunstschule seiner Heimatstadt Kunstwissenschaft und Aktzeichnen studiert, was ihn berechtigte, als Zeichenlehrer zu...

  • Schöneberg
  • 06.12.18
  • 205× gelesen
Kultur
Im Theater am Nollendorfplatz feierte die musikalische  Posse in vier Bildern "Wie einst im Mai" von Walter Kollo Riesenerfolge.
2 Bilder

Ein Hit und seine Geschichte
Vor 105 Jahren wurde die Operette "Wie einst im Mai" uraufgeführt

Die Nadel des Kiezkompasses dreht sich, um noch einmal beim Theater am Nollendorfplatz zum Stehen zu kommen. Immerhin feierte dort die „Schöneberg-Hymne“ ihre größten Erfolge. Am 4. Oktober 1913 erlebte die Operette „Wie einst im Mai“, zu der das Schöneberg-Lied gehört, im „Berliner Theater“ an der Charlottenstraße in Kreuzberg ihre Uraufführung. Das Haus bestand bis 1936. Das Theater am Nollendorfplatz, heute „Goya“ genannt und verwaist, wurde zwar mit etwas Ernstem, nämlich dem...

  • Schöneberg
  • 10.11.18
  • 688× gelesen
Kultur
Tanz war ihr Lebensimpuls: Die Schauspielerin Nicola Kothlow gibt Anita Berber.
4 Bilder

Ein Leben in Extase
Mit Anita Berber im Schöneberger Bermuda-Dreieck

Was der Hippie-Generation mit „live fast, love hard, die young“ und „Sex, Drugs and Rock 'n' Roll“ Lebensmotto war, lebte eine Anita Berber schon fünfzig Jahre zuvor im Nollendorfkiez. Die Schauspielerin Nicola Kothlow ruft die Zeit in einer szenischen Stadtführung in Erinnerung. „Sie hatte ein kurzes Leben, hat aber alles erlebt.“ Ganz in Schwarz gewandet, zeittypische Kopfbedeckung, blutrote Lippen: In der Rolle der wildesten und schamlosesten Frau der Weimarer Republik empfängt Nicola...

  • Schöneberg
  • 04.11.18
  • 959× gelesen
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