Kiezkompass

Beiträge zum Thema Kiezkompass

Leute
Chie Ishii am heimischen Klavier.

"Ich war einfach zu anders"
Chie Ishii ist die Rockmusikerin und Autorin vom Viktoria-Luise-Platz

Hier fühle sie sich heimisch, sagt Chie Ishii. Die japanische Musikerin und Autorin lebt am Viktoria-Luise-Platz; eine erstaunliche Persönlichkeit, diese zarte Frau mit dem unwiderstehlichen Lächeln. Seit 23 Jahren wohnt die gebürtige Tokioterin im Kiez. Nach Berlin ist Chie Ishii schon sieben Jahre früher gekommen. Das war unmittelbar nach dem Mauerfall. „Jetzt muss ich nach Deutschland“, habe sie sich damals gesagt. „Ich habe nach meinem Studium in den USA ein neues Leben gesucht“, so Chie...

  • Schöneberg
  • 18.11.19
  • 198× gelesen
Leute
So schnell, dass die Kamera nicht hinterherkommt: Dario Krakowski zaubert mit seinem Jo-Jo verblüffende Figuren.
2 Bilder

Flinker Faden zwischen zwei Scheiben
Dario Krakowski (16) ist Deutscher Meister im Jo-Jo

Das Jo-Jo, auch Yo-Yo geschrieben, ist ein uraltes Spielzeug. Schon in der Antike haben sich Menschen damit die Zeit vertrieben. In Dario Krakowski hat das Spiel mit dem Faden zwischen zwei Scheiben seinen aktuellen Deutschen Meister gefunden. Der Schöneberger ist erst 16 Jahre alt. Aber das Jo-Jo beherrscht er perfekt. So perfekt, dass der Schüler am Robert-Blum-Gymnasium nun schon zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister in dieser artistischen Disziplin geworden ist. „Es macht einfach...

  • Schöneberg
  • 22.10.19
  • 81× gelesen
Kultur
Motzstraße 22, ein Ort mit ziemlich brauner Vergangenheit.

Hier wurde 1919 das „Deutschtum“ erfunden
Heute Spielplatz, früher Schutzbundhaus

Die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialvergangenheit ist im Gange. Das findet auch im Bezirk seinen Niederschlag, so 2017 in der Ausstellung „Forschungswerkstatt: Kolonialgeschichte in Tempelhof und Schöneberg“ im Schöneberg Museum. Nach 100 Jahren des Nicht-Gedenkens haben CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die Kolonialgeschichte in der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen Vergangenheit und dem DDR-Unrechtsstaat gleichzustellen. Die Grüne...

  • Schöneberg
  • 02.09.19
  • 118× gelesen
Kultur
Zwei Blätter aus dem Kalender „Literarisches Berlin“ für 2010, erschienen in der Edition Ebersbach, links Vicki Baum am Punchingball, rechts Radrennfahrer in einem Gemälde von Max Oppenheimer.
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Vergnügen und Grauen
Der Berliner Sportpalast und seine Geschichte

Der Berliner Sportpalast an der Potsdamer Straße ist ein Mythos: ein Blick zurück auf die Veranstaltungshalle, die Berlin mit zu einer Weltstadt machte und heute verschwunden ist. Der Palast, eines der Hauptwerke des Architekten Hermann Dernburg (1868-1935) war bei seiner Eröffnung im November 1910 allein schon wegen seiner Kunsteisbahn eine Sensation. Sie war die größte der Welt. Beim Eröffnungskonzert hatte der Komponist Richard Strauss den Stab in der Hand. Er dirigierte als Preußischer...

  • Schöneberg
  • 10.08.19
  • 147× gelesen
Kultur
So ziemlich das einzige Vergnügen: Kino. Ausschnitt aus dem Friedenauer Lokalanzeiger vom 1. August 1919.

"Gehet hin und tut desgleichen"
Friedenau im August vor hundert Jahren

Was war eigentlich am 1. August vor hundert Jahren in Friedenau los? Ein Blick in die Zeitung von damals gibt einigen Aufschluss. Der 1. August 1919 ist ein Freitag. Der Himmel ist leicht bewölkt. Es regnet etwas. Gelegenheit also, im Lokalblatt zu schmökern. Leo Schultz, Herausgeber des Friedenauer Lokalanzeigers mit Geschäftsstelle in der Rheinstraße 15, und sein verantwortlicher Redakteur Hermann Martinius müssen gleich auf der Titelseite bekanntgeben, dass „Herr Krause in der...

  • Schöneberg
  • 01.08.19
  • 243× gelesen
Kultur
Die Leberstraße, als Sedanstraße angelegt, ist bis heute die Hauptgeschäftsstraße der Schöneberger Insel geblieben. Eine frühere berühmte Bewohnerin erkennt man auf einer Hauswand.
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Heimatkunde der schönsten Art
Auf der „Insel-Tour“ Schöneberger Geschichte im Selbstversuch erleben

„Viel Vergnügen beim Erkunden“, wird im „Insel-Tour“-Heft gewünscht. Um es gleich vorwegzunehmen: Wer sich auf die Erkundungstour auf der Schöneberger oder Roten Insel begibt, wird dieses Vergnügen haben. Geschichte wird lebendig. Wir haben es ausprobiert. Den Rundgang im von Eisenbahnlinien umgebenen und daher als „Insel“ bezeichneten Quartier zwischen Kolonnenstraße, Gasometer und Industriegebiet an der Wilhelm-Kabus-Straße beginnt an der Informationstafel Nummer 1 am S-Bahnhof...

  • Schöneberg
  • 24.07.19
  • 197× gelesen
Leute
Die Gedenktafel in der Crellestraße.
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Von Schöneberg auf die Bühnen und zum Film
Schauspieler Joachim Kemmer lebte als Kind in der Crellestraße

Er war Mitglied politischer Kabaretts, war auf den großen Bühnen des Sprechtheaters, in Musicals, TV- und Kinofilmen zu erleben und arbeitete als Synchronsprecher: Joachim Kemmer. Seine Kindheit und Jugend verlebte er in Schöneberg. Eine Gedenktafel am Haus Nummer 41 in der Crellerstraße erinnert an den deutschen Schauspieler, Kabarettisten, Sänger und Synchronsprecher. Joachim Kemmer wurde am 12. September 1939, wenige Tage nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, in Brandenburg an der...

  • Schöneberg
  • 20.06.19
  • 206× gelesen
Bauen
Links im Bild ist der moderne zweigeschossige Anbau zu sehen.
4 Bilder

Kleinod hinter Bäumen
Von der Shell-Tankstelle zum Wohn- und Atelierhaus

Die Bülowstraße: in der Mitte die U-Bahn als Hochbahn, die Straße gesäumt von aneinandergereihten, mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshäusern – und plötzlich ein Bruch. Hausnummer 18. Das Grundstück ist von einer zwei Meter hohen weißen Mauer eingefasst, über die Kirschsträucher, Bambus und mehr als ein halbes Jahrhundert alte Kiefern emporragen. Was sich dahinter verbirgt, ist nur zu ahnen. Nur die Älteren werden sich noch daran erinnern, dass sich hier zu Wirtschaftswunderzeiten eine...

  • Schöneberg
  • 28.05.19
  • 309× gelesen
Bauen
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (Mitte) lässt sich gemeinsam mit Tempelhof-Schönebergs Bürgermeisterin Angelika Schöttler von GeWoSüd-Vorstandschef Norbert Reinelt (links) durch den Lindenhof führen.
8 Bilder

Ein Abbild der letzten 100 Jahre
Genossenschaftliches Wohnen Berlin-Süd und „Lindenhof“ feiern Jubiläum

Es gibt sie: die an ein schmuckes Dorf auf dem Lande erinnernde Idylle in der Großstadt. Sie liegt am südlichsten Zipfel Schönebergs: der Lindenhof. Die Siedlung ist die älteste und größte der Genossenschaftliches Wohnen Berlin-Süd eG (GeWoSüd). In diesem Jahr feiern Lindenhof und Genossenschaft 100-jähriges Bestehen. Am 17. Mai war Auftakt für die Feierlichkeiten. Der Regierende Bürgermeister ließ sich auf einem Rundgang vom Vorstandsvorsitzenden Norbert Reinelt die Siedlung zeigen. In...

  • Schöneberg
  • 21.05.19
  • 396× gelesen
Kultur
Schmuckstück in der Mitte des Platzes: der Kinderbrunnen.
4 Bilder

Das Paradies der Damen
Gutbürgerliches Leben am Barbarossaplatz vor über 100 Jahren

Am Barbarossaplatz, benannt nach dem Stauferkaiser Friedrich I. „Barbarossa“, ließ es sich vor über 100 Jahren gutbürgerlich leben. 1906 war der Platz an Barbarossa-, Eisenacher und Schwäbischer Straße als Schmuckplatz fertiggestellt worden. Ein stattlicher Brunnen mit achteckigem Becken aus Muschelkalk ziert ihn. Auf dem Rand sitzen Kinderfiguren aus Bronze, weshalb er auch „Kinderbrunnen“ heißt. Geschaffen hat ihn 1913 der Deutschbalte Constantin Starck (1866-1939), einer der wichtigsten...

  • Schöneberg
  • 03.05.19
  • 265× gelesen
Kultur
Peter Fuchs
2 Bilder

Schöneberger Steinigung
Peter Fuchs hat seinen ersten Kiez-Krimi geschrieben

Soviel Lokalkolorit war selten in einem Roman. Man könnte geradezu mit dem Buch in der Hand die Orte der Handlung aufsuchen. Peter Fuchs hat seinen ersten Krimi aus und über Schöneberg geschrieben. Vicky, Arztgattin, wie der Autor aus Österreich stammend, joggt im Volkspark südlich des Rathauses Schöneberg und denkt über Bruchstücke von Ziegelsteinen als Zeugen der Zeitgeschichte nach, an denen sie vorbeiläuft. Da begegnet ihr zuerst ein Kaninchen und dann ein Mann mit nacktem Oberkörper....

  • Schöneberg
  • 18.03.19
  • 745× gelesen
Kultur
In Schöneberg erinnert eine Brücke an den genialen Erfinder.

Der erste Hubschrauber
Über den Schöneberger Erfinder Johannes Hermann Ganswindt

Aus Schöneberg kommen Visionäre. Zum Beispiel der Konstrukteur und Erfinder Johann Hermann Ganswindt. Seit 1976 erinnert die Hermann-Ganswindt-Brücke an den Erfinder des Hubschraubers. Sie führt den Vorarlberger Damm über die Stadtautobahn. Auch ein Krater auf dem Mond und eine Vertiefung in der Südpolregion des Erdtrabanten tragen seinen Namen. Das hat mit Ganswindts anderer Leidenschaft zu tun, der Raumfahrt. Johannes Hermann Ganswindt stammte aus Ostpreußen. 1856 wurde er nahe...

  • Schöneberg
  • 06.02.19
  • 191× gelesen
  •  1
Leute
Bester Kenner des Alten Sankt Matthäus-Kirchofs: Gerhard Moses Heß mit seiner treuen Begleiterin Leila.

Gerhard Moses Heß beendete seine Friedhofsführungen
Am aufregendsten war der Spion

Das Publikum war zahlreich, als Gerhard Moses Heß im Dezember seine letzte Führung über den Alten St. Matthäus-Kirchhof unternahm. „Zehn Jahre sind genug“, sagt Heß. Jetzt wolle er etwas anderes machen. Über 200 kulturhistorisch-literarische Rundgänge hat der Lichtenrader Germanist, Historiker und Theaterpädagoge an der Großgörschenstraße angeboten. Den Matthäus-Kirchhof habe er vor 25 Jahren kennengelernt. Damals wurde dort ein Freund des gebürtigen Ostwestfalen beigesetzt. Gerhard Heß –...

  • Schöneberg
  • 26.01.19
  • 220× gelesen
Kultur
Der Hauseingang der Keithstraße 8 mit den beiden Gedenktafeln links und rechts.
3 Bilder

Der Katholik und der Kommunist
Erich Klausener und Alexander Schwab in der Keithstraße 8

Wir wissen nicht, ob sie sich näher kannten, ob sie mehr als ein "Guten Tag" miteinander wechselten. Erich Klausener und Alexander Schwab waren Nachbarn in der Keithstraße 8, zu ihrer Zeit Lutherstraße 47, und Nazigegner; der eine Katholik, der andere Kommunist. Zwei Tafeln links und rechts des Hauseingangs erinnern an die Männer. Erich Klausener (1885-1934) wird seit 1988 mit einer Tafel in Kupferlegierung gedacht, Alexander Schwab (1887-1943) mit einer Berliner Gedenktafel aus...

  • Schöneberg
  • 20.01.19
  • 88× gelesen
Kultur
Im vierten Stock des Hauses an der Maaßenstraße unterhielt die Schriftstellerin Emma Vely ihren literarischen Salon.
2 Bilder

Hier traf sich „tout Berlin“
Drei Salonnièren rund um den Nollendorfplatz

In Schöneberg war man oft seiner Zeit voraus. Es müsste korrekt heißen: „Frau“ war der Zeit voraus. Zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz hatten während der Kaiserzeit drei Damen ihre Salon als Treffpunkte bürgerlich-liberaler Kreise. Freiheit, Bildung und Selbstverwirklichung in einer von Männern dominierten Gesellschaft wollten die Frauen in ihren Salons finden. 90 gab es in Berlin zwischen 1780 und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Musiker, Literaten und Politiker, aber auch...

  • Schöneberg
  • 10.01.19
  • 104× gelesen
Kultur
Die Meisenbach-Höfe.

Meisenbach, Riffarth und Co. an der Hauptstraße
Hier wurde die Drucktechnik revolutioniert

Hinter dem Vorderhaus an der Hauptstraße nahe dem Kleistpark verbirgt sie ein für die Drucktechnik geschichtsträchtiger Ort: die Meisenbach-Höfe. Benannt ist der Gewerbehof nach Georg Meisenbach (1841-1912) aus Nürnberg, dem Erfinder der Autotypie, der Netzätzung, und des Rasterdrucks. Die Gebäude in der Hauptstraße 7a wurden 1892 errichtet, als neue Fabrikationsstätte und Hauptniederlassung zweier zum Unternehmen Meisenbach, Riffarth und Co. fusionierter Firmen: Meisenbach & Co. in...

  • Schöneberg
  • 25.12.18
  • 229× gelesen
Kultur
Das Eingangsportals mit der Gedenktafel.
4 Bilder

Künstler und Seifenfabrikant
Der Maler Kurt Dietrich Losch aus der Meraner Straße

Im Vorübergehen fällt am Haus Meraner Straße 12 die eckige Einfassung des Rundbogenportals auf. Das Mosaik mit den farbigen Einsprengseln lenkt den Blick auf die schwarze Granittafel, die seit 2003 links vom Eingang hängt. Sie erinnert an einen weitgehend vergessenen Maler: Kurt Dietrich Losch. Nach dem Realschulabschluss hatte der 1889 geborene Berliner an der Königlichen Kunstschule seiner Heimatstadt Kunstwissenschaft und Aktzeichnen studiert, was ihn berechtigte, als Zeichenlehrer zu...

  • Schöneberg
  • 06.12.18
  • 132× gelesen
Kultur
Im Theater am Nollendorfplatz feierte die musikalische  Posse in vier Bildern "Wie einst im Mai" von Walter Kollo Riesenerfolge.
2 Bilder

Ein Hit und seine Geschichte
Vor 105 Jahren wurde die Operette "Wie einst im Mai" uraufgeführt

Die Nadel des Kiezkompasses dreht sich, um noch einmal beim Theater am Nollendorfplatz zum Stehen zu kommen. Immerhin feierte dort die „Schöneberg-Hymne“ ihre größten Erfolge. Am 4. Oktober 1913 erlebte die Operette „Wie einst im Mai“, zu der das Schöneberg-Lied gehört, im „Berliner Theater“ an der Charlottenstraße in Kreuzberg ihre Uraufführung. Das Haus bestand bis 1936. Das Theater am Nollendorfplatz, heute „Goya“ genannt und verwaist, wurde zwar mit etwas Ernstem, nämlich dem...

  • Schöneberg
  • 10.11.18
  • 501× gelesen
Kultur
Tanz war ihr Lebensimpuls: Die Schauspielerin Nicola Kothlow gibt Anita Berber.
4 Bilder

Ein Leben in Extase
Mit Anita Berber im Schöneberger Bermuda-Dreieck

Was der Hippie-Generation mit „live fast, love hard, die young“ und „Sex, Drugs and Rock 'n' Roll“ Lebensmotto war, lebte eine Anita Berber schon fünfzig Jahre zuvor im Nollendorfkiez. Die Schauspielerin Nicola Kothlow ruft die Zeit in einer szenischen Stadtführung in Erinnerung. „Sie hatte ein kurzes Leben, hat aber alles erlebt.“ Ganz in Schwarz gewandet, zeittypische Kopfbedeckung, blutrote Lippen: In der Rolle der wildesten und schamlosesten Frau der Weimarer Republik empfängt Nicola...

  • Schöneberg
  • 04.11.18
  • 543× gelesen
Leute
Andrea Krug und Dagmar Schadenberg machen seit 25 Jahren Bücher für Frauen, die Frauen lieben.
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"Wie gut, dass es euch gibt"
Seit 25 Jahren besteht der Verlag Krug & Schadenberg für lesbische Literatur

„Die Begine war proppenvoll“, schwärmt Andrea Krug von der Jubiläumsfeier am 15. Oktober im Frauenkulturtreff an der Potsdamer Straße. Krugs Verlag, den sie gemeinsam mit Dagmar Schadenberg führt, feierte sein 25-jähriges Bestehen. Der Verlag Krug und Schadenberg konzentriert sich seit seinem Bestehen auf lesbische Literatur. Im Gründungsjahr sei das noch etwas ganz Besonderes gewesen, erinnert sich Andrea Krug. „Damals gab es vielleicht zwei, drei Frauenverlage, die ein lesbisches...

  • Schöneberg
  • 19.10.18
  • 273× gelesen
Leute
Matthias Steuckardt

Mit Matthias Steuckardt, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BVV, im Gespräch
Von schönen Orten und wüsten Ecken

Wir treffen Matthias Steuckardt am Viktoria-Luise-Platz. Das Gespräch mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung dreht sich um seinen Lieblingsort – und natürlich um Bezirkspolitik. Er verrät, dass er sich zum Entspannen früher gerne auf dem Rasen des Platzes niedergelassen hat. „Obwohl man das eigentlich nicht darf“, sagt Steuckardt. Der „Vicky“ ist ein geschütztes Gartendenkmal. „Der Ort ist wunderschön“, schwärmt der 38-Jährige; wegen seiner...

  • Schöneberg
  • 01.09.18
  • 219× gelesen
Kultur
Viktoria Kolzer und ihr Mann Jean, hier mit Sohn Oskar, halfen einer jungen Jüdin, sich vor der Gestapo zu verstecken.
2 Bilder

Stille Helden des Widerstands
Seit Kurzem erinnert eine Gedenktafel an Familie Kolzer

Ein Foto mit drei Personen darauf und ein kurzer Text auf Deutsch und Englisch: Die zweiteilige Acryltafel an der Hausnummer 28 in der Nollendorfstraße kann der Vorübergehende kaum übersehen. Die Erinnerungstafel rechts der Eingangstür konfrontiert mit einem noch immer weitestgehend unbekannten Kapitel der Nazizeit: den „stillen Helden des Widerstands“. Menschen wie Viktoria und Jean Kolzer und ihr Sohn Oskar. Am 22. November 1943 nahm die Familie die 19-jährige jüdische Vollwaise Hanni...

  • Schöneberg
  • 15.07.18
  • 578× gelesen
Kultur
Stolpersteine sind für sie eine Art Friedhof. Suzy Sprecher (Mitte) und ihr Mann Nico (rechts) kommen fast jedes Jahr in die Münchener Straße 48. Dieses Mal haben auch die Historikerinnen Christine Meibeck und Alina Bothe (links) teilgenommen.

Ausgewiesen 1938
Historiker bereiten Ausstellung vor

Dieses Treffen war etwas Besonderes. Es diente der Vorbereitung einer Ausstellung und eines Vortrags. Nahezu jedes Jahr kommen Suzy und Nico Sprecher an das „Grab“ der Großeltern und der beiden Onkel von Suzy. „Grab“ nennen sie die Stolpersteine, die vor dem Haus in der Münchener Straße 48 verlegt sind und an ihre von den Nazis ermordete Familie erinnern. Die Großeltern Hermann und Jenny Goldberger lebten hier vor ihrer Deportation. Die Stolpersteine sind für sie eine Art Friedhof, ein Ort...

  • Schöneberg
  • 05.07.18
  • 307× gelesen
Kultur
Flankiert von zwei Adlern wird dem Begründer des Naturparks in der Südukraine gedacht.

Gestorben aus Kummer
Friedrich von Falz-Fein und der Naturpark Askania-Nowa

In der Abteilung 5 auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof an der Kolonnenstraße fällt ein imposantes Grabmal auf. Zwei aus Granit gehauene Adler, Sinnbild von Kraft, Erneuerung und Besonnenheit, wachen über die Grabstätte. Zu lesen ist: „Hier ruhet in Frieden der grosse Schöpfer von Askania Nowa“ und der Name des Bestatteten: Friedrich von Falz-Fein (1863-1920). Was ist Askania Nowa, wer war Falz-Fein? Askania-Nowa, Neu-Askanien, nimmt Bezug auf das deutsche Uradelsgeschlecht der Askanier,...

  • Schöneberg
  • 18.05.18
  • 321× gelesen
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