Trauer und Gedenken 2021

Beiträge zum Thema Trauer und Gedenken 2021

Ausflugstipps
Mitten im Wald, von einer Steinmauer umgeben, befindet sich der sogenannte Selbstmörderfriedhof.
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Ein geheimnisvoller Platz mit Geschichte
Der Friedhof Grunewald-Forst hat einen mystischen Ruf

Mitten im Grunewald und ziemlich einsam liegt der Friedhof Grunewald-Forst. Es ist ein merkwürdiger Ort, der zu den idyllischsten Friedhöfen Berlins gehört. Wegen seiner Geschichte wird er auch als „Friedhof der Namenlosen“, „Selbstmörderfriedhof“ oder gar „Schandacker“ bezeichnet. Nicht nur diese Spitznamen verleihen dem Ort etwas Mystisches. Das schwere, eisenbeschlagene Holztor öffnet sich mit einem Knarzen. Es ist still, nur die Vögel zwitschern. Eine schwarze Katze streift zwischen...

  • Grunewald
  • 21.11.21
  • 78× gelesen
Soziales
André Krell begleitet mit seinem Team und vielen Ehrenamtlichen Menschen auf ihrem letzten Weg. Seinen Hauptsitz hat der Stephanus-Hospizdienst an der Pistoriusstraße 5.

Selbstbestimmtes Leben bis zum letzten Atemzug
Lebens- und Sterbebegleiter unterstützen Menschen auf ihrem letzten Weg

Am 24. November gibt es ab 18 Uhr in der Friedenskirche auf dem Gelände der Stephanus-Stiftung am Weißen See eine ganz besondere Filmvorführung. Der Stephanus-Hospizdienst präsentiert seinen diesjährigen Film zum Lichterfest. Vielen Trauernden konnten die Lichterfeste vergangener Jahre bereits Trost geben. Doch aufgrund der Corona-Pandemie musste es als Präsenzveranstaltung Ende 2020 ausfallen. Dabei hätten viele Menschen in dieser Zeit besonders viel Ermutigung nötig gehabt. Der Leitende...

  • Bezirk Pankow
  • 21.11.21
  • 43× gelesen
  • 1
Umwelt
Für Tillmann Wagner sind Friedhöfe Orte des Gedenkens. Auch wenn sie sich verändert haben, sagt der Landschaftsarchitekt.

"Kein Grillen und auch kein FKK"
Tillmann Wagner wünscht sich für die Friedhöfe mehr Respekt

Party, Sport und Yoga zwischen Gräbern: Ist der traditionelle Friedhof aus der Mode gekommen? „Nein“, sagt Tillmann Wagner vom Evangelischen Friedhofsverband Berlin Stadtmitte und wünscht sich „mehr Respekt“. Auf vielen Friedhöfen herrscht in der Corona-Zeit offenbar alles andere als Totenruhe. Jogger drehen ihre Runden, Kita-Kinder spielen im Kompost, junge Leute feiern Party mit Bier und Pizza, und an Grabsteinen dehnen Freizeitsportler ihre Muskeln. Tillmann Wagner hat das alles erlebt – und...

  • Kreuzberg
  • 20.11.21
  • 119× gelesen
Sonstiges
Steinmetz Andreas Broszat an einem von ihm gestalteten Grabstein. Solch aufwendige Aufträge sind jedoch selten geworden.
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Ein kleines Denkmal zur Erinnerung:
Steinmetz Andreas Broszat betreibt eines der ältesten Handwerke der Welt

Der Monat November steht im Zeichen der Trauer und des Erinnerns. Mit dem Totensonntag, der in diesem Jahr auf den 21. November fällt, endet die Reihe der Gedenktage im November. Einer, der das ganze Jahr von berufswegen mit Trauer und Gedenken zu tun hat, ist Andreas Broszat. Er ist Steinmetz für Grabsteine und seit fast 15 Jahren Geschäftsführer des alteingesessenen Steinmetzbetriebes Kinze, am Friedhof Bergstraße. Das Handwerk des Steinmetzes ist eines der ältesten in der Geschichte der...

  • Steglitz
  • 19.11.21
  • 58× gelesen
Leute
Steinmetz Daniel Zander arbeitet in einer Werkstatt neben dem Friedhof Adlershof an individuellen Grabsteinen. Bis zu 400 Werke stellt er jährlich her.
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Geschichten der Verstorbenen erzählen
Die Grabsteine von Steinmetz Daniel Zander bringen den Angehörigen Erinnerungen zurück

Teile des Friedhofs Adlershof sind wie eine Open-Air-Galerie von Daniel Zander. Zahlreiche Grabsteine hat der Steinmetz in Handarbeit gestaltet. Auch auf den Friedhöfen in Grünau und Müggelheim befinden sich Werke von ihm. 300 bis 400 Auftragsarbeiten setzt er in jedem Jahr um. Ein Grabstein sei wie eine Visitenkarte, erklärt der 41-Jährige. Es gehe immer darum, sozusagen etwas aus den Menschen „herauszuholen“. Angehörige sollten beim Blick auf den Grabstein nicht nur trauern, sondern sich auch...

  • Adlershof
  • 19.11.21
  • 143× gelesen
Kultur
Der historische Friedhof vor der Moschee am Columbiadamm.
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Türkischer Friedhof wird 155 Jahre alt
König Wilhelm I. schenkte dem Osmanischen Reich den ersten Bestattungsplatz in Deutschland

Dass es in Neukölln einen islamischen Begräbnisplatz gibt, wundert nicht. Schließlich leben viele Muslime im Bezirk. Doch der Türkische Friedhof am Columbiadamm 128 hat mit den Einwanderern der letzten Jahrzehnte nicht das Geringste zu tun. Ihn gibt es schon seit 1866. Damit ist er der älteste seiner Art in Deutschland. Seine Wurzeln reichen noch weiter in die Vergangenheit, nämlich bis ins Jahr 1798. Damals starb Ali Aziz Efendi, Schriftsteller und erster ständiger Botschafter des Osmanischen...

  • Neukölln
  • 18.11.21
  • 76× gelesen
Soziales
Urnenbegleiter nennt sich Bernd Simon. Er trägt jedes Jahr über 2000 Tote zu Grabe.
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Stiller Abschied für die Armen und Einsamen
Auf dem Alten Domfriedhof St. Hedwig begleitet Bernd Simon Verstorbene ohne Angehörige auf ihrem letzten Weg

Etwa 2500 Bestattungen ordnen die Gesundheitsämter jährlich an, wenn keine Angehörigen des Verstorbenen ermittelt werden können. Fast alle Urnen trägt Bernd Simon auf dem Alten Domfriedhof St. Hedwig an der Liesenstraße zu Grabe. Bernd Simon verneigt sich vor der Urne, die auf einem kleinen Tischchen vor dem Altar der Kapelle auf dem Domfriedhof steht. Niemand ist da, leise erklingt Klassikmusik; Simon schaut auf die Urne und sagt: „Nun begleiten wir dich auf deinem letzten Weg in Gottes...

  • Mitte
  • 18.11.21
  • 225× gelesen
  • 2
Soziales
Die Schrift auf dem Grabstein von Ulrike Meinhof ist nur noch schwer zu entziffern.
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Das unscheinbare Grab einer Terroristin
Vor 45 Jahren wurde Ulrike Meinhof auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof beerdigt - warum gerade hier?

Die Inschrift könnte schlichter nicht sein: „ulrike marie meinhof 7.10.1934 – 9.5.1976“ ist in die Steinplatte gemeißelt. Auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof III, Eisenacher Straße 62, befindet sich das Grab jener Frau, die als Mitbegründerin der terroristischen Roten Armee Fraktion (RAF) in die bundesdeutsche Geschichte eingegangen ist. Am 15. Mai 1976, es ist ein kühler Sonnabendvormittag, finden sich mehr als 4000 Menschen auf dem Friedhof ein. Die Beerdigung von Ulrike Meinhof gerät zur...

  • Mariendorf
  • 17.11.21
  • 115× gelesen
  • 2
Kultur
In der parkähnlichen Anlage des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde sind bereits neue Bäume gepflanzt worden, unter denen sich Urnengräber befinden.
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Ein Friedhof für alle Bekenntnisse
Der Parkfriedhof wird weiterentwickelt

Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde wurde vor 140 Jahren eröffnet. Er war der erste Parkfriedhof im damaligen Umland von Berlin. Als Grünanlage ist der Friedhof heute noch eine echte Perle. Auch in diesem Herbst animiert er zu Spaziergängen entlang der Grabanlagen und gepflegten Rasenflächen. Der rund 250 000 Quadratmeter große Friedhof wurde 1881 nach Plänen des Berliner Stadtgartendirektors Hermann Mächtig angelegt. Anfang der 1950er-Jahre erfuhr der südliche Eingangsbereich mit der...

  • Friedrichsfelde
  • 17.11.21
  • 37× gelesen
Kultur
Die Zaunanlage des vor 50 Jahren stillgelegten Friedhofs Pankow I ist in den zurückliegenden Monaten komplett restauriert worden.
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Seit 50 Jahren nur noch Grünanlage
Zaun und Tore des stillgelegten Friedhofs Pankow I sind inzwischen restauriert

Er ist zwar bereits 1971 offizielle geschlossen worden: Die Grünanlage am Bürgerpark wird aber heute immer noch als Friedhof Pankow I geführt. Im zurückliegenden Jahr ist dieser Friedhof sogar noch ein Stückweit aufgewertet worden. Anfang April 2020 wurde der Wildwuchs in einem Teil der historischen, aber inzwischen maroden Zaunanlage entfernt. Danach sind die schmiedeeisernen Zaunfelder abgebaut und zur Restaurierung in eine Werkstatt gebracht worden. Währenddessen ist der Sockel der...

  • Pankow
  • 17.11.21
  • 102× gelesen
Kultur
Die ehemalige Trauerhalle auf dem Friedhof in einer Aufnahme von 1928.
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Dem Vergessen entrissen
Der Jüdische Friedhof an der Neuen Bergstraße soll zum Gedenkort werden

Westlich der Neuen Bergstraße gibt es ein ehemaliges Kasernengelände. Zwischen den Gebäuden befindet sich eine zu einem Hügel ansteigende Freifläche. Sie ist eingezäunt, überwuchert und am Fuß des Anstiegs liegt Müll. Zu erkennen ist aber auch noch ein kleines Stück erhaltende Mauer. Möglicherweise handle es sich dabei um den letzten Rest der ursprünglichen Friedhofsmauer, sagt Gudrun O'Daniel-Elmen. Die Beauftragte für Erinnerungskultur im Evangelischen Kirchenkreis Spandau ist eine der besten...

  • Spandau
  • 17.11.21
  • 104× gelesen
Leute
Katrin Titze zeigt mit Genehmigung der Eltern ein Foto von einem Sternenkind.
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Sternenkinder leben im Bild weiter
Katrin Titze fotografiert verstorbene Babys für Eltern, die sich diese Erinnerung wünschen

Manche Babys schaffen leider nicht den Weg ins Leben. Sie versterben im Mutterleib oder bei der Geburt. Damit ihre Eltern eine Erinnerung an sie erhalten, engagieren sich Ehrenamtliche als Sternenkinderfotografinnen und -fotografen. Als Sternenkinder bezeichnet man die Babys, die zwischen der 14. Schwangerschaftswoche und während der Geburt versterben. Die Erinnerung hält Katrin Titze wach. Die 43-Jährige ist selbst Mutter von „drei zauberhaften Kindern“, wie sie sagt. Seit vier Jahren ist sie...

  • Friedrichsfelde
  • 16.11.21
  • 119× gelesen
Leute
Udo und Birgit Besser.

Begleiter auf dem letzten Weg
Einblicke in die Arbeit eines Bestattungsunternehmers

Seit 2015 betreibt Udo Besser sein Bestattungsinstitut an der Herbststraße, wobei ihn seine Frau Birgit tatkräftig unterstützt. Wie sind Sie zu dem Beruf gekommen? Udo Besser: Meine Tätigkeit im Bestattungswesen begann vor knapp 30 Jahren als Sargträger und Kraftfahrer bei einem bekannten Bestattungsfuhrunternehmen in Berlin. Viele Jahre später wechselte ich zu einem renommierten Bestattungsinstitut, in dem ich den Beruf als Bestatter ausübte. Nach einem Firmenwechsel kam irgendwann der Wunsch...

  • Reinickendorf
  • 16.11.21
  • 76× gelesen
Kultur

Trost und Zuversicht
Konzert zum Ewigkeitssonntag in der Kirche „Zur frohen Botschaft“

Am 21. November steht um 17 Uhr in der Kirche „Zur frohen Botschaft“, Weseler Straße 6, ein Konzert zum Ewigkeitssonntag auf dem Programm. Die ursprüngliche Idee, das Requiem von Johannes Brahms in der Fassung für Solisten, Chor, zwei Klaviere und Pauken erklingen zu lassen, kann allerdings erst im nächsten Jahr verwirklicht werden. Trotzdem werden bereits am Sonntag zwei Stücke aus dem Requiem in einer für dieses Konzert durch Kirchenmusikdirektor Matthias Elger exklusiv erstellten Bearbeitung...

  • Karlshorst
  • 15.11.21
  • 35× gelesen
Soziales
Die TrauerZeit-Vorstandsmitglieder Franziska Homfeld (links) und Jürgen Herfert (rechts) sowie Zentrumsleiterin Simone Rönick freuen sich, dass ihnen Thomas Höhn, Geschäftsführer der Stiftung Oskar-Helene-Heim, die Helene-Medaille 2021 überreicht.
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Trauerbegleitung für Kinder und Familien
Verein TrauerZeit mit der Helene-Medaille 2021 geehrt

Menschen zu helfen, einen großen Verlust zu verarbeiten, dieser Aufgabe hat sich der gemeinnützige Verein TrauerZeit – Zentrum für trauernde Kinder und Familien Berlin Brandenburg verschieben. Seine Räumlichkeiten hat TrauerZeit im Haus 30a auf dem Areal des Ludwig-Hoffmann-Quartiers an der Wiltbergstraße 90. Wer die Räumlichkeiten im liebevoll sanierten Haus auf dem früheren Klinikgelände betritt, spürt zunächst nichts von Trauer. Da hängen im Flur viele Farbfotos von Aktionen mit Kindern. Und...

  • Bezirk Pankow
  • 14.11.21
  • 54× gelesen
Kultur
Vereinen Moderne und Tradition in ihrem Beruf: Asta Maria Krohn und Helena Giuffrida (rechts).

"Abschied mit persönlicher Note"
Interview mit den Bestatterinnen Asta Maria Krohn und Helena Giuffrida

In Berlin gibt es mehr als 300 Bestatter. Ganz klassisch kümmern sie sich um den Verstorbenen und seine letzte Ruhe. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Berliner Woche hat zwei moderne Bestatterinnen getroffen, für die der Beruf mehr bedeutet, als nur Särge zu verkaufen. Mit Asta Maria Krohn und Helena Giuffrida sprach Berliner-Woche-Reporterin Ulrike Kiefert. Was macht einen modernen Bestatter, eine moderne Bestatterin aus? Asta Maria Krohn: Sich sehr viel Zeit zu nehmen für die...

  • Mitte
  • 13.11.21
  • 70× gelesen
Kultur
Wolfgang Brauer führt Besucher über den Parkfriedhof.
11 Bilder

"Das größte Geschichtsbuch für die Geschichte Berlins von unten"
Spaziergang mit Wolfgang Brauer über den Parkfriedhof Marzahn

„Das ist hier das größte Geschichtsbuch für die Geschichte Berlins von unten. Hier liegt das Volk, nicht die Promis“, sagt Wolfgang Brauer, Vorsitzender des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf. Seit 2009 bietet er Führungen über die weitläufige Ruhestätte an. Der Parkfriedhof Marzahn besticht durch seine Schönheit und der Besucher kommt zugleich aufgrund des dichten Baumbestandes, der den Verkehrslärm von der nahen Märkischen Allee auf ein erträgliches Maß reduziert, dort auch zur Ruhe. Wolfgang...

  • Marzahn
  • 12.11.21
  • 40× gelesen
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