Waldfreunde machen sich im Revier nützlich
Zuwachs im Wildgehege

Der Damhirsch aus Hamburg fühlt sich gleich wohl in Tegel. Revierförster Frank Mosch und Gerd Koch staunen im Hintergrund.
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  • Der Damhirsch aus Hamburg fühlt sich gleich wohl in Tegel. Revierförster Frank Mosch und Gerd Koch staunen im Hintergrund.
  • Foto: Sophia Faberski
  • hochgeladen von Christian Schindler

Wer die Ferienzeit für ausgiebige Spaziergänge im Tegeler Forst nutzt, sollte dabei das Wildgehege beobachten. Mit etwas Glück sieht er dort zwei Neuankömmlinge.

Offenbar haben sie sich gut eingelebt. Ende Mai kamen ein Damhirsch und ein Muffelwidder aus dem Wildgehege Klövensteen in Hamburg nach Tegel. Beide Tiere sind zwei Jahre alt. Die Neuzugänge haben laut Revierförster Frank Mosch die Aufgabe, der Inzucht bei den jeweils ein knappes Dutzend zählenden Tieren entgegenzuwirken.

Für die tierische Reise musste ein knappes Zeitfenster genutzt werden. Nachdem der Damhirsch sein Geweih abgeworfen hatte, ging es auf die Reise. Mit Geweih hätte die Gefahr bestanden, dass sich das Tier auf der Fahrt verletzt.

Tiere kosteten zusammen 630 Euro

Beide Tiere haben sich inzwischen gut integriert, auch wenn der Muffelwidder zunächst nicht aus seiner Transportbox heraus wollte. Der tierische Zuwachs wurde ermöglicht vom Verein Waldfreunde Tegelsee. Dieser hat sich 2016 gegründet, um Projekte zu ermöglichen, die von den Berliner Forsten nicht zu finanzieren gewesen wären. Beide Tiere haben zusammen 630 Euro gekostet.

Angefangen mit dem Verein hat es mit der Herrichtung der Waldspielplätze. „Es ist erstaunlich, wie gut die angenommen wurden“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Gerd Koch. So entschied man sich damals, regelmäßig etwas für den Wald zu tun.

Waldfreunde
brachten Reflektoren an

Und das bedeutet oft eher Arbeit als Geld spenden, wobei natürlich auch Spenden gern gesehen sind. Viel Arbeit bedeutete die Ausstattung der Straßen durch den Tegeler Forst mit Wildwarnreflektoren. Die reflektieren blaues Licht und halten die Tiere vom Überqueren der Straßen ab. „Die Anzahl der Wildunfälle in der Nacht ist dadurch erheblich zurückgegangen“, bestätigt Mosch. Damit das übrigens so bleibt, ziehen die Vereinsmitglieder regelmäßig los, um die Reflektoren zu waschen.

Apropos Wildunfälle: Mosch berichtet auch, dass die Tiere Straßen oft als natürliche Reviergrenzen betrachten. Stürmt dann doch mal ein Reh in den Verkehr, kann es daran liegen, dass es vor einem frei laufenden Hund flieht. Schon deshalb sollte die Leinenpflicht im Wald beachtet werden.

Mosch bietet zusammen mit den Waldfreunden Tegelsee auch geführte Rundgänge durch den Wald an. Ein neuer Termin steht aber noch nicht fest. Informationen zum Verein gibt es unter www.waldfreunde-tegelsee.org.

Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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