Anrufen – und ein Helfer steht vor der Tür
Das Ehrenamtsbüro bedankt sich bei allen Unterstützern der Corona-Nachbarschaftshilfe

Marcel Jutkewitz und Lukas Matzkows vom Ehrenamtsbüro hatten viele Corona-Helfer.
  • Marcel Jutkewitz und Lukas Matzkows vom Ehrenamtsbüro hatten viele Corona-Helfer.
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  • hochgeladen von Susanne Schilp

„Wir sind überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft“, sagen Marcel Jutzkewitz und Lukas Matzkows vom Ehrenamtsbüro Tempelhof-Schöneberg. Sie haben im Bezirk die Corona-Nachbarschaftshilfe mitorganisiert und rund 350 Freiwillige ins Boot geholt.

Unterstützt wurden und werden sie von zwei Partnern, dem Nachbarschaftsheim Schöneberg und dem Nachbarschaftszentrum in der ufaFabrik. Für den Hilfesuchenden funktioniert es ganz einfach: Er wählt die Telefon 902 77-6050 oder -66 00. Das Telefon ist werktags von 9 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr besetzt, auch über die Feiertage.

Egal ob es sich um den Wocheneinkauf handelt, einen Gang zur Apotheke oder das Gassigehen mit dem Hund – ein Freiwilliger ist garantiert schnell zur Stelle. Und es können sich nicht nur Menschen melden, die in Quarantäne sind. Auch wer sich einfach draußen unwohl fühlt, Angst vor Ansteckung hat oder sich nicht fit fühlt, sollte ruhig zum Hörer greifen. Der Wohnort spielt keine Rolle, der Friedenauer wird genauso versorgt wie die Lichtenraderin.

Das Ganze läuft völlig unbürokratisch. „Es müssen keine Anträge ausgefüllt oder lange Erklärungen abgeben werden. Der Anrufer sagt einfach, was er braucht“, so Marcel Jutzkewitz, kommissarischer Leiter des Ehrenamtsbüros. Die Zahl der Menschen, die helfen wollen, sei größer als der Bedarf, das sei die ganze Corona-Zeit über so gewesen.

„Gerade beim ersten Lockdown haben sich sehr, sehr viele Freiwillige gemeldet. Etliche waren in Kurzarbeit und es machte ihnen auch nichts aus, längere Wege auf sich zu nehmen.“ Nicht für alle gab es gleich eine Aufgabe, also wurden sie losgeschickt, um Flyer zu verteilen, damit das Angebot sich schneller herumsprach.

Sein Kollege Lukas Matzkows hat folgende Erfahrung gemacht: Wenn jemand einmal ehrenamtlich arbeitet, will er nicht mehr darauf verzichten. Macht dann der eigene Verein oder die Kindereinrichtung wegen Corona vorübergehend dicht, sucht sich der Engagierte einen anderen Ort, wo er helfen kann. Zum Beispiel über das Ehrenamtsbüro.

Aber es hätten sich auch viele gemeldet, die vorher noch nichts mit Freiwilligenarbeit zu tun hatten und die es mitunter gar nicht als besondere Leistung empfinden, nach Feierabend beispielsweise für jemanden einzukaufen. Das sehen Marcel Jutzkewitz und Lukas Matzkows anders. Sie finden es enorm wichtig, allen Ehrenamtlichen zu danken und ihnen Anerkennung zu zollen – auch wenn dieses Jahr größere Feierlichkeiten ausfallen mussten.

In Sachen Corona-Freiwillige habe es übrigens bisher keine einzige negative Rückmeldung gegeben, sagt Jutzkewitz. „Und wir rufen durchaus mal an und wollen wissen, ob alles in Ordnung war.“ Mancher sei jedoch unsicher, ob er dem Helfer Geld geben soll. Eindeutige Antwort: Nein. „Von den Freiwilligen hat auch noch kein einziger danach gefragt.“

Das Büro ist unter Telefon 902 77 60 50 oder Ehrenamtsbuero@ba-ts.berlin.de zu erreichen. Informationen gibt es auch unter https://bwurl.de/15xb. Helfer, die sich registrieren lassen wollen, erledigen das unter www.nusz.de.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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