CDU will Kampagne starten
Altmedikamente richtig entsorgen

Mit einer Informationskampagne möchte der CDU-Bezirksverordnete Patrick Liesener die Bürger über die korrekte Entsorgung abgelaufener Medikamente aufklären.

„Aktuelle Studien zeigen: Knapp der Hälfte der Deutschen ist nicht bekannt, dass schon durch die Einnahme von Medikamenten Arzneimittelwirkstoffe über die Toilette in den Wasserkreislauf gelangen. Zudem werfen viele Menschen nicht genutzte oder abgelaufene Medikamente in die Toilette oder Spüle“, erklärt Liesener. Falsch entsorgte Medikamente könnten, so der Verordnete, langfristig ein großes Umweltproblem für Grund-, Trinkwasser und unsere Gewässer sowie die darin lebenden Tiere darstellen.

Das Bezirksamt solle „mit geeigneten Maßnahmen“ darauf hinweisen, wie und wo alte Medikamentenvorräte kostenlos abgegeben werden können. Liesener sieht dafür Kampagnen, wie zum Beispiel in Hamburg, als geeignet an. In der Hansestadt wird in einem Flyer auf Initiative der Umweltbehörde darüber informiert, dass Medikamente nicht in die Spüle, sondern in den Restmüll gehören, da dieser bei sehr hohen Temperaturen rückstandslos verbrannt werde. Alternativ könnten Medikamente dort bei Schadstoffsammelstellen und Recyclinghöfen und in manchen Apotheken abgegeben werden.

Medikamentenreste im Wasser seien für Menschen demnach aufgrund der geringen Konzentrationen ungefährlich. Bei Fischen und anderen Tieren könnten jedoch Organschädigungen auftreten. Arzneimittel mit hormonähnlicher Wirkung könnten außerdem zur „Verweiblichung männlicher Tiere, die sich dann nicht mehr fortpflanzen können“, führen.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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