Wohin mit dem Güterverkehr?
Bezirk arbeitet mit Ludwigsfelde und Großbeeren an Lösung

Wie lässt sich der Wirtschaftsverkehr zwischen dem Gewerbegebiet Motzener Straße und dem Güterverkehrszentrum Großbeeren besser bündeln? Antworten will der Bezirk gemeinsam mit der Stadt Ludwigsfelde und der Gemeinde Großbeeren finden.

„In den kommenden zwei Jahren fördert und begleitet die Gemeinsame Landesplanung drei ausgewählte Kooperationsprojekte zwischen Berliner Bezirken und ihren Brandenburger Nachbarkommunen. Damit unterstützen die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg aktiv und gemeinsam die kommunalen Akteure bei der Gestaltung des Wachstums entlang der Siedlungsachsen“, teilte die Wirtschaftsförderung im Bezirksamt mit. Die Kooperation von Tempelhof-Schöneberg mit Ludwigsfelde und Großbeeren ist eines dieser Projekte. Der entsprechende Vertrag wurde am 19. November unterzeichnet.

Ziel ist, die Zusammenarbeit zwischen den Berliner Bezirken und den brandenburgischen Kommunen im Umland zu verbessern. Auf diese Weise sollen Probleme gelöst werden, die nicht allein im eigenen kommunalen Zuständigkeitsbereich liegen. „Es ist großartig, dass es uns gelungen ist, im Rahmen unseres GRW-Regionalmanagements die Ausschreibung der Gemeinsamen Landesplanung für uns zu begeistern. Das Thema Schwerlastverkehr und der Umgang mit ihm wird uns künftig immer stärker beschäftigen. Wir wollen das Thema gemeinsam mit unseren Partnern proaktiv angehen“, erklärt Bürgermeisterin Angelika Schöttler. Bis zum Sommer 2021 sollen die Ergebnisse präsentiert werden, wie sich die Wirtschaftsverkehre minimieren lassen und somit die Gesamtverkehrsbelastung am südlichen Stadtrand verringert werden kann.

Die Diskussion hatte im März an Fahrt aufgenommen, nachdem der SPD-Bezirksverordnete Christoph Götz-Geene in einem Antrag die Verlängerung des Schichauwegs bis zur B101 gefordert hatte. „Wir haben im Gewerbegebiet Motzener Straße sehr qualifizierte Firmen, sehr gute Arbeitsplätze, allerdings auch ein echtes Strukturproblem“, sagte er. Die Betriebe beklagen, für den Lieferverkehr bisher einen großen Bogen über den Nahmitzer Damm und die Friedenfelser Straße in Kauf nehmen zu müssen. Umweltschützer und die CDU-Fraktion sehen durch eine Stichstraße jedoch die Marienfelder Feldmark gefährdet.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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