Zu laut zum Wohlfühlen
Rheinstraße und A 100 gehören zu meistgenannten Lärmorten

Im Vorfeld des Lärmaktionsplans 2018-2023 hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eine Öffentlichkeitsbeteiligung zu Lärm- und Ruheorten durchgeführt. Es wurden mehr als 1550 Hinweise ausgewertet, 119 davon aus Tempelhof-Schöneberg.

Bürger konnten Orte angeben, an denen sie sich eine Verringerung der Lärmbelastung wünschen. Gefragt wurde außerdem, was einen Ruheort in der Stadt ausmacht. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, genau diese als Rückzugsorte zu erhalten und zu stärken. „Lärm nervt viele Menschen, daher haben grüne städtische Ruheorte einen hohen Stellenwert für die Berliner. Hier können sie sich entspannen, erholen und bewegen. Das bestärkt uns darin, das urbane Grün zu schützen und noch mehr grüne Oasen in der Stadt zu schaffen, zum Beispiel durch die Bepflanzung von Dächern und Fassaden“, bilanziert Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz.

Die Hinweise über Lärmquellen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg bezogen sich fast ausschließlich auf den Straßenlärm. Weitere Lärmarten, zum Beispiel Fluglärm, Industrie- und Gewerbelärm oder Schienenlärm durch die Deutsche Bahn oder die BVG, seien dagegen kaum genannt worden. Unter den 51 in ganz Berlin am häufigsten genannten Lärmorten befinden sich mit der Rheinstraße sowie einem Teilabschnitt der A 100 (beide in Friedenau) zwei im Bezirk. „Wie auch in den meisten anderen Bezirken kritisieren die Bürger das Verhalten anderer Personen im Straßenverkehr und wünschen sich Tempominderungen, Verengungen und eine veränderte Straßenführung“, heißt es im Auswertungsbericht. Hervorgehoben wurde ebenso die Lärmbelästigung des Durchgangsverkehrs und der Lkw. Vor allem rund um die Bundesstraßen 1 und 96 sowie die Stadtautobahn A 100 lassen sich die meisten Hinweise verorten. Gegen den Autobahnlärm zwischen den Ausfahrten Wexstraße und Detmolder Straße forderten die Teilnehmenden die Aufstellung von Schallschutzwänden. In der Rheinstraße sollte nach dem Wunsch der Bürger dagegen eine Tempo-30-Zone eingeführt werden.

Im berlinweiten Vergleich liegt der Bezirk mit 119 eingegangenen Hinweisen im Mittelfeld. Die meisten kamen in Pankow (235) zusammen, die wenigsten in Steglitz-Zehlendorf (94).

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