Literatur gegen Homophobie
Präsentation aus queeren Medien in der Zentralbibliothek eröffnet

Stadtrat Matthias Steuckardt, Stephanie Wolfram vom Regenbogenfamilienzentrum, Jörg Steinert vom Lesben- und Schwulenverband und Britta Wildemann (von rechts) eröffneten die Präsentation.
  • Stadtrat Matthias Steuckardt, Stephanie Wolfram vom Regenbogenfamilienzentrum, Jörg Steinert vom Lesben- und Schwulenverband und Britta Wildemann (von rechts) eröffneten die Präsentation.
  • Foto: Bezirksamt
  • hochgeladen von Ulrike Martin

In der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg gibt es jetzt eine Sonderpräsentation aus Medien gegen Homophobie und Diskriminierung.

In der Bezirkszentralbibliothek, Götzstraße 8, war der Auftakt mit Bidlungsstadtrat Matthias Steuckardt (CDU) und Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg (LSVD). Sie haben die Sammlung mit Kinder- und Jugendliteratur am 20. Juli anlässlich der CSD-Woche vorgestellt. Die ausgewählten Bücher, Hörbücher, Filme, DVDs und Broschüren sollen die Selbstfindung von jungen Menschen erleichtern und stereotype Vorstellungen von Geschlecht, Rollen und Beziehungen hinterfragen. Die Medien stammen aus der Literaturempfehlungsliste des LSVD. Sie sind bis zum 11. August an eigens dafür dekorierten, exponierten Stellen zu finden.

Diese Sammlungen gibt es auch in der Schöneberger Mittelpunktbibliothek, Hauptstraße 40 sowie in der Stadtteilbibliothek Marienfelde, Marienfelder Allee 107. „Wir planen eine solche Präsentation auch noch in der Stadtteilbibliothek Lichtenrade“, erklärt Britta Wildemann, Koordinatorin des Bestandsaufbaus in der Stadtbibliothek. Die Medien seien sowieso an allen Standorten vorhanden, es gehe aber darum, sie in den Fokus zu rücken. „Selbstverständlich können Interessierte auch an den Theken fragen, wo diese Medien zu finden sind“, sagt Wildemann.

Hintergrund der Aktion ist ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom Mai, der auf einen Antrag der CDU-Fraktion zurückgeht. Darin hieß es, in den Schulen gebe es immer noch Homophobie, deshalb sei ein Angebot an Literatur gegen Diskriminierung wünschenswert. Die Sonderpräsentationen finden regelmäßig statt. Die nächste wird sich um Demenz drehen, wie Wildemann berichtet.

Autor:

Ulrike Martin aus Zehlendorf

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