Senat prüft Voraussetzungen

Tempelhof. Unter der Überschrift „Rathaus Tempelhof und näheres Umfeld“ hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt kürzlich die Einleitung vorbereitender Untersuchungen gemäß § 141 Baugesetzbuch (BauGB) für das Gebiet rund ums Rathaus beschlossen und im Amtsblatt veröffentlicht.

In der Begründung heißt es unter anderem, dass sich das Gebiet, quasi Tempelhof City, durch die vorhandenen Einzelhandelsstrukturen und seine „besondere stadträumliche Lage mit öffentlichen Einrichtungen“ wie dem Rathaus, der Bezirkszentralbibliothek und dem Stadtbad sowie durch die unmittelbare Nachbarschaft zur historischen Dorflage auszeichnet. Dazu kommen die öffentlichen Grünanlagen Lehnepark, Alter Park und Franckepark. Allerdings bedürfen der Einzelhandelsstandort einer Funktionsstärkung und die öffentlichen Frei- und Grünräume einer gestalterischen und funktionalen Aufwertung. Auch die öffentlichen Einrichtungen sind überwiegend stark sanierungsbedürftig. Gleichzeitig soll durch Neuordnung und Wiedernutzung auf nicht oder minder genutzten Bereichen neuer und geförderter Wohnraum in integrierter Lage entstehen.
Nun wird geprüft, ob und in welchem Umfang für eine Aufwertung und Weiterentwicklung des Gebietes ein integriertes Stadterneuerungsverfahren und der Einsatz von Städtebaufördermitteln in Frage kommt. Das Untersuchungsgebiet wird durch Alt-Tempelhof/Germaniastraße im Norden, durch die Bebauung östlich der Felixstraße im Osten, die Albrechtstraße im Süden und den Alten Park/ Reinhardtplatz im Westen begrenzt. Insgesamt wird ein Potenzial bescheinigt, Tempelhof City „als attraktives Stadtteilzentrum und innenstadtnahen Wohnstandort weiter zu entwickeln“.
Vom Bezirksamt wird die Senatsaktion erfreut begrüßt. Die (noch) amtierende Stadträtin für Stadtentwicklung, Sibyll Klotz (Grüne), verspricht, die Durchführung der Untersuchungen aktiv zu unterstützen. „Bestandteil der vorbereitenden Untersuchungen sind ein moderierter Planungsprozess, um die Interessen und Belange aller Gebietsakteure zu ermitteln und zu berücksichtigen sowie eine aktive Öffentlichkeitsarbeit“, so Klotz. HDK

Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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