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Rollende Hartz-IV-Beratung: Berliner Wohlfahrtsverbände auf Tour

Wo: Jobcenter Tempelhof-Schöneberg, Wolframstraße 89, 12105 Berlin auf Karte anzeigen
Der Beratungsbus der Berliner Wohlfahrtsverbände ist wieder auf Jobcenter-Tour. Am 24. und 25. August macht er Station in Tempelhof.
Der Beratungsbus der Berliner Wohlfahrtsverbände ist wieder auf Jobcenter-Tour. Am 24. und 25. August macht er Station in Tempelhof. (Foto: Martin Kirchner)

Tempelhof. Fragen zu Hartz IV? Probleme mit dem Jobcenter? Der Beratungsbus der Berliner Wohlfahrtsverbände ist wieder auf Jobcenter-Tour. Am 24. und 25. August jeweils von 8 bis 13 Uhr macht der Bus vor dem Jobcenter Tempelhof-Schöneberg in der Wolframstraße 89 Station.

Sozialarbeiter beantworten kostenlos Fragen zum Arbeitslosengeld II, überprüfen Bescheide und geben Auskunft über mögliche Rechtsmittel. An einzelnen Stationen unterstützen Fachanwälte die Beratung.

Die Aktion des Berliner Arbeitslosenzentrums der evangelischen Kirche wird von Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände in den Bezirken, der Landesarmutskonferenz und dem Deutschen Gewerkschaftsbund unterstützt. Hintergrund der Aktion auf Busrädern unter dem Leitmotiv „Irren ist amtlich – Beratung kann helfen“: Seit vielen Jahren beklagen die Kunden der Jobcenter mangelnde Information und Beratung, schwer verständliche Bescheide sowie fehlerhafte Entscheidungen.

Die Lage in den Jobcentern hat sich im Vergleich zu den Anfangsjahren von Hartz IV inzwischen zwar deutlich entspannt, aber dennoch sind weiterhin viele Leistungsberechtigte mit den Entscheidungen der Behörde unzufrieden. Nach Angaben von Sabine Schudoma, Präsidentin des Berliner Sozialgerichts, klagt durchschnittlich jede Viertelstunde ein Berliner gegen sein Jobcenter. "Rund 49 Prozent der Verfahren endeten 2014 zumindest mit einen Teilerfolg für die Rechtsuchenden", so Schudoma. Ziel der Aktion ist, die Jobcenter bürgerfreundlicher zu machen und die Rechtsposition einkommensarmer Menschen gegenüber den Behörden zu stärken. HDK

Weitere Stationen des Busses und Hinweise auf Sozialberatungsstellen unter www.beratung-kann-helfen.de.
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