Gipfel bleibt unerreichbar
Stadträtin schließt provisorische Instandsetzung der Marienhöhe aus

Die Zuänge zum Gipfel der Marienhöhe sind versperrt, Vandalen finden trotzdem einen Weg nach oben.
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  • Die Zuänge zum Gipfel der Marienhöhe sind versperrt, Vandalen finden trotzdem einen Weg nach oben.
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Vor zwei Monaten haben die Bezirksverordneten gefordert, einige Wege auf der Marienhöhe zumindest provisorisch wieder instandzusetzen. Geschehen ist das nicht. Die für Grünflächen zuständige Stadträtin Christiane Heiß (Grüne) teilt mit, mit einer Sanierung sei erst in rund anderthalb Jahren zu rechnen.

Hintergrund: Im Herbst 2017 ließ das Bezirksamt die drei Zugänge zum Gipfel des 73 Meter hohen Hügels sperren. Starker Regen hatte für Unterspülungen gesorgt, die Sicherheit war nicht mehr gewährleistet. Seitdem sorgen Vandalismus und zunehmender Verfall für viel Verdruss bei den Anwohnern. „Es wurden auch Brände in den abgesperrten Bereichen gemeldet. Das ist nicht hinnehmbar“, so Ralf Olschewski (CDU), der den Ursprungsantrag auf unverzügliches Handeln gestellt hatte.

Neben einer vorläufigen Instandsetzung der Wege wollen die Bezirksverordneten, dass das Bezirksamt bis Ende September prüft, wie die Marienhöhe wieder zu einem sicheren Ort für die Anwohner werden kann. Dazu gehören die bessere Sicherung der Wege, mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt, die Beseitigung von Müll und von Schmierereien am Kriegsopfer-Gedenkstein, Austausch der zerstörten Bänke und der Einsatz von „Parkläufern“. Das sind Sicherheitskräfte, die im Rahmen eines landesweiten Pilotprojekts in Grünanlagen eingesetzt werden können.

Stadträtin Christiane Heiß sagt, sie habe großes Verständnis für diese Wünsche, aber Sofortmaßnahmen auf der Marienhöhe müsse sie ablehnen. Um die Wege sicher zu machen, bedürfe es umfassender Eingriffe. „Sie können vorab nicht einfach ‚repariert‘ werden. Und es ist auch nicht sinnvoll, Steuergelder zu verwenden, um unzureichende Schönheitsreparaturen zu veranlassen, wenn in einem Jahr eine umfassende Sanierung begonnen wird“, so die Stadträtin.

Für die notwendigen Arbeiten habe das Bezirksamt im vergangenen Jahr Geld beantragt und eine Zusage über 1,7 Millionen Euro erhalten. Eine erste Rate für Bauvorbereitungen wie Vermessungen stehe inzwischen zur Verfügung. Das Grünflächenamt könne jetzt auch Personal für das Projekt stellen.

Weil die Sanierung eine beträchtliche Größenordnung habe, sei ein öffentliches Ausschreibungsverfahren vorgeschrieben, das ein Dreivierteljahr dauert. „Im Frühjahr 2021 werden wir ein Team beauftragen können und die Bauplanungsunterlage erstellen“, sagt Christiane Heiß. Dann werde es auch eine Bürgerbeteiligung geben.

Außerdem in Arbeit sei ein sogenanntes Parkpflegewerk, das für ein Gartendenkmal wie die Marienhöhe notwendig ist. Erste Begehungen mit Vertretern der Denkmalbehörden hätten stattgefunden. Mit dem Baubeginn rechnet die Stadträtin Ende kommenden Jahres. Der Großteil der Arbeiten solle dann 2022 erledigt werden.

Zum Wunsch nach Parkläufern sagt Christiane Heiß, sie würden derzeit auf Probe in Schöneberg-Nord eingesetzt. „Erst nach Auswertung ihrer Wirksamkeit und bei verfügbaren Fördermitteln können wir die Projektgebiete eventuell ausweiten.“

Die Zuänge zum Gipfel der Marienhöhe sind versperrt, Vandalen finden trotzdem einen Weg nach oben.
Ein Anwohner hat auf dem Baustellenschild seinen Unmut kundgetan.
Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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