Wohin sollen die beiden Mosaike?
Bezirk sucht neue Standorte für gerettete Kunstwerke von Ortraud Lerch

Das Mosaik "Vögel" von Ortraud Lerch soll ebenfalls wieder öffentlich zugänglich sein.
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  • Das Mosaik "Vögel" von Ortraud Lerch soll ebenfalls wieder öffentlich zugänglich sein.
  • Foto: BUWOG; Künstlerin: Ortraud Lerch
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Das Bezirksamt ist derzeit auf der Suche nach neuen Standorten für zwei großformatige Mosaike aus dem Jahr 1977 und bittet dafür Bürger um Vorschläge. Die beiden Wandbilder wurden nach den Entwürfen der Mosaikkünstlerin Ortraud Lerch (1939-2013) geschaffen.

„Sie zeichnen sich durch ihre bemerkenswerte Farbigkeit, Materialqualität und Abstraktion aus“, beschreibt das Bezirksamt die farbenfrohen Werke. Entstanden waren sie im Rahmen der Erweiterung des Kulturhauses des VEB Berliner Metallhütten- und Halbzeugwerke. Sie sind als historische Kunst am Bau der DDR Teil des neueren Kulturerbes aus der Zeit von 1945 bis 1990. Auf Anregung der bezirklichen Fachkommission für Kunst im öffentlichen Raum und auf der Grundlage eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung konnten sie aus dem inzwischen abgerissenen Kulturhaus an der Fließstraße in Niederschöneweide gerettet werden. Das Gebäude musste im Rahmen der bauvorbereitenden Maßnahmen für das neu entstehende Wohnquartier „Wohnwerk“ des Unternehmens Buwog weichen. Eine Integration der Mosaike in die Neubauten an der Fließstraße sei nicht möglich gewesen. Die Buwog habe sich aber dazu bereiterklärt, die Wiederanbringung der Mosaike zu finanzieren, erklärte das Bezirksamt.

Der Bezirk Treptow-Köpenick, der die geretteten Mosaike übernommen hat, würde diese am liebsten auch wieder in den Ortsteilen Nieder- oder Oberschöneweide zur Schau stellen. Damit solle der lokale wie industriegeschichtliche Zusammenhang der Kunstwerke bewahrt werden. Die neuen Standorte sollten öffentlich sichtbar, möglichst frei zugänglich sowie vor Witterungseinflüssen und Vandalismus geschützt sein. Das Mosaik „Vögel“ ist fünfmal sieben Meter groß, das Mosaik „Über den Produktionsablauf“ misst dreimal zwölf Meter.

Vorschläge können bei Albrecht Pyritz im Fachbereich Kultur und Museum (Sterndamm 102, 12487 Berlin) eingereicht werden. Erreichbar ist er unter Telefon 902 97 57 21 und per E-Mail an albrecht.pyritz@ba-tk.berlin.de.

Das Mosaik "Vögel" von Ortraud Lerch soll ebenfalls wieder öffentlich zugänglich sein.
Gesucht werden Standortvorschläge für Ortraud Lerchs Mosaik „Über den Produktionsablauf“.
Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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