Die Ausrede mit der Luft zu Atmen

Corona- Unternehmens-Ticker

Ich wundere mich schon sehr, wenn ich in den Zeitungen die Artikel oder in den sozialen Medien die zahlreichen Kommentare über Sinn und Unsinn von Mundschutzmasken sehe. Es ist noch keine drei Wochen her, da konnte man den Tenor über fehlende Mundschutzmasken überall wahrnehmen: Wir würden ja die Masken nutzen, wenn man sie nur bekommen würde. Nun hat sich die Situation ein klein wenig beruhigt. Es sind inzwischen hier und da wieder welche zu bekommen und viele Menschen fertigen für sich und andere in Eigeninitiative solche Masken an und auch unsere Regierung empfiehlt inzwischen entgegen ersterer Publikationen für den Aufenthalt außerhalb unserer vier Wände das Tragen von Mundschutzmasken. Mir scheint, der Mensch in der heutigen Zeit ist immer und überall dafür, dagegen zu sein. Wie sonst sind die Ausreden zu erklären, man bekäme unter den Masken keine Luft, die eigene Atemluft einzuatmen wäre kontraproduktiv, die Brillengläser beschlagen beim Ausatmen, oder aber die bloße Vorstellung, man schwitzt unter den Masken und würde das eklig finden. Unbestritten ist, man kann sich etwas Schöneres vorstellen, als mit einer Maske vor Mund und Nase herumzulaufen. Aber man darf nicht vergessen, die Maske stellt einen Schutz dar. In erster Linie schütze ich mein Gegenüber und wenn jeder einen Mundschutz trägt, schützt im Endeffekt jeder jeden. Allein dieser Effekt macht eine Diskussion über die temporäre Nutzung der Masken im Vergleich zum gesundheitlichen Schaden unserer Mitmenschen durch eine Übertragung des Virus´ überflüssig. Es ist wahr, Brillengläser beschlagen. Da hilft nur das Versetzen des Gestells auf eine andere Position auf der Nase, im günstigsten Fall kann der eine oder andere sogar auf die Brille verzichten, und sei es nur für die Dauer eines Einkaufs. Wer partout seine eigene Atemluft für die Viertelstunde seines Einkaufs oder die begrenzte Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht einatmen kann oder will, sollte die Alternative bedenken: Die Möglichkeit, sich von einem anderen Menschen mit der gleichen Einstellung mit dem Coronavirus zu infizieren und damit seine Gesundheit oder sogar sein Leben zu gefährden ist bei weitem höher und unangenehmer als ein bisschen eigene Atemluft. Überhaupt nicht akzeptabel für mich ist das Argument der Unannehmlichkeit, die mit dem Tragen einhergeht. Wie egoistisch muss ein Mensch sein, der sich darauf verlässt, dass andere ihn schützen, er aber andere nicht schützt. Am Ende bleibt der Verzicht auf den Gebrauch der Mundschutzmasken schlicht und einfach eine unverschämte Ausrede!

Autor:

Tom Mikow aus Wartenberg

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