Anzeige

Immer die Schwachen : Die meisten Toten sind Fußgänger

Berlin. Der Berliner Straßenverkehr ist aggressiv. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Am häufigsten baden die schwächsten diesen Zustand aus.

An vielen Kreuzungen in der Stadt zeugen die Geisterfahrräder des ADFC von den traurigen Konsequenzen alltäglicher Verkehrssünden. Radfahrern werden besonders falsche Abbiegemanöver zum Verhängnis. Entgegen ihrer großen öffentlichen Beachtung leben sie allerdings nicht am gefährlichsten.

Eine aktuelle Unfallstatistik der Polizei zeigt: Fußgänger sterben am häufigsten nach Unfällen. Laut eines Polizeiberichts sind dieses Jahr bereits acht Fußgänger, vier Radfahrer, drei Motorrad- und Rollerfahrer und drei Autofahrer ums Leben gekommen. Bereits in den Vorjahren war die Zahl getöteter Fußgänger im Vergleich zu den anderen Verkehrsteilnehmern am höchsten. Insgesamt sind für ein fortgeschrittenes Jahr erstaunlich wenig Menschen im Verkehr gestorben. 2016 waren es im August bereits 30.

Das jedoch heißt keineswegs, dass Berlins Straßen sicherer geworden sind, denn laut des Amtes für Statistik Berlin Brandenburg steigt nach wie vor die Zahl an Unfällen. Die Kombination aus weniger Toten bei mehr Unfällen ist ein bundesweites Phänomen. JoM

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt