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Ein Bild der Vergänglichkeit: Neue Ausstellung in Sepp Meiers 2raumwohnung

Wo: Sepp Maiers 2raumwohnung, Langhansstraße 19, 13086 Berlin auf Karte anzeigen
Die Malerin Irma Markulin transformierte das Foto vom einstigen Haus in der Gartenstraße 9 zu einem Gemälde, das an eine abblätternde Tapete erinnert.
Die Malerin Irma Markulin transformierte das Foto vom einstigen Haus in der Gartenstraße 9 zu einem Gemälde, das an eine abblätternde Tapete erinnert. (Foto: Bernd Wähner)

Weißensee. „Archiv Gartenstraße“ heißt die neue Ausstellung im Veranstaltungsort Sepp Meiers 2raumwohnung. Diese Schau mit Arbeiten von Irma Markulin hat einen sehr lokalen Bezug. Die Künstlerin hat historische Gebäude aus Weißensee auf einzigartige Weise in Bildern verewigt.

Ein großformatiges Bild zeigt zum Beispiel ein Haus, das einst in der Gartenstraße 9 stand. Das ist bereits zu DDR-Zeiten abgerissen worden. Heute steht dort ein modernes Wohngebäude, in dem die Künstlerin und ihr Mann seit drei Jahren leben. Ein historisches Foto vom früheren Gebäude ließ ihr ein Nachbar zukommen.

Daraus entwickelte Irma Markulin die Idee, dieses alte Gebäude in seiner Vergänglichkeit darzustellen. Sie wollte ein Gemälde schaffen, das dieses alte Weißenseer Bauernhaus wie eine Tapete zeigt, die sich von der Wand ablöst. Sie kopierte das Bild, zerschnitt es, vervielfältigte die Schnipsel auf A4-Format und heftete dann alles an eine große Wand. Die Blätter bogen sich. Durch den Lichteinfall auf diese Installation ergab sich im Spiel von Licht und Schatten ein Bild der Vergänglichkeit. Und aus dieser Installation entstand schließlich ein ungewöhnliches Gemälde.

Ihr Nachbar stellte der Künstlerin aber noch weitere historische Fotos aus seinem Fundus zur Verfügung, beispielsweise von der Buschallee. Auch diese transformierte Irma Markulin zu Gemälden. Diese bilden eine Schnittstelle zwischen Architektur, Fotografie und Malerei. „Mich interessiert vor allem das Thema Verfall und Entstehen von Neuem“, sagt Irma Markulin. „Gerade in Weißensee war und ist Verfall, Abriss und Neubau an vielen Stellen zu beobachten.“ Damit sich die Besucher der Ausstellung ein Bild von den jeweiligen Orten machen können, hat die Künstlerin in der Ausstellung zu ihren Gemälden auch die betreffenden Fotos von den Orten positioniert. BW

Die Ausstellung in der Langhansstraße 19 ist bis zum 12. Juli mittwochs von 15 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung unter  34 35 32 56 und zu Veranstaltungen zu besichtigen. Mehr zur Künstlerin ist auf www.irma-markulin.com zu erfahren.
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