Neue Ausstellung in der Park-Klinik
Ein (fast) unsichtbarer Künstler aus Weißensee

Mit diesem Bild „Zirkus“ von Josef Nowinka gestalteten Jürgen Kühler und Professor Hans Behrbohm ein Faltblatt zum Leben und Wirken des Künstlers, das in der Ausstellung erhältlich ist.
  • Mit diesem Bild „Zirkus“ von Josef Nowinka gestalteten Jürgen Kühler und Professor Hans Behrbohm ein Faltblatt zum Leben und Wirken des Künstlers, das in der Ausstellung erhältlich ist.
  • Foto: Josef Nowinka (Repro Park-Klinik Weißensee)
  • hochgeladen von Bernd Wähner

„Die fabelhafte Bilderwelt des Josef Nowinka“ ist der Titel einer neuen Ausstellung, die bis September in der Magistrale der Park-Klinik zu sehen ist.

Gezeigt werden Arbeiten eines faszinierenden Künstlers aus Weißensee, der leider zu Unrecht nur wenigen in der Kunstszene bekannt ist. Josef Nowinka kam 1919 in Großhauland (Schlesien) zur Welt. Ab 1925 lebte und arbeitete er aber in Berlin. Und in Weißensee verstarb er 2014 im Alter von 95 Jahren. So richtig in einen Stil lässt sich Nowinkas Kunst nicht einordnen. Doch sie ist für Kunstliebhaber eine Entdeckung.

Josef Nowinka studierte nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft in den Jahren 1949 bis 1953 an der seinerzeit neu gegründeten Kunsthochschule des Nordens, der heutigen Kunsthochschule Weißensee. Danach begann er zu malen und Objekte zu schaffen, die ungewohnt farbig sind und eine ganz eigene Ästhetik haben. Dabei ließ er seiner Fantasie und seiner Experimentierfreudigkeit freien Lauf. Freischaffend arbeitete er außerdem zunächst für Verlage und Zeitungen. Von 1970 bis 1984 war er dann Grafiker beim Fernsehen der DDR. Neben dieser Tätigkeit, vor allem aber auch nach seiner Pensionierung war er bis ins hohe Alter als Maler tätig.

Im Mittelpunkt seiner figürlichen Malerei stehen Menschen. Artisten und Frauenporträts haben es ihm vor allem angetan, aber auch Motive aus der Tier- und Pflanzenwelt finden sich in seinen Werken. Auch wenn er sehr produktiv war, Nowinka blieb ein fast unsichtbarer Künstler. Mit der Ausstellung in der Park-Klinik wird er nun zumindest postum gewürdigt.

Die Ausstellung in der Park-Klinik in der Schönstraße 80 ist täglich von 8 bis 20 Uhr zu besichtigen.

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