Seit 165 Jahren im Familienbesitz: Hahn Bestattungen

Vom Großvater von Robert Hahn (rechts) eingestellt: Erdogan Dogan.
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Berlin. Am 29. September 1851 gründete der Tischlermeister Friedrich Hahn eine Tischlerei mit Sargherstellung. Heute, genau 165 Jahre später, ist Berlins ältestes Bestattungsinstitut noch immer im Familienbesitz.

Für den Urururenkel des Unternehmensgründers, Robert Hahn, bilden Tradition und Innovation keinen Widerspruch. Dem Juristen und Besttattungsmeister ist es wichtig, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig auf gesellschaftliche Bedürfnisse einzugehen und zu reagieren. „Wir sehen darin die Voraussetzung, um individuell zu beraten und Angehörigen im Trauerfall qualifiziert zur Seite zu stehen.“ Sterben gehört für ihn, wie für seine Mutter, zum Leben dazu. Die Bestattungsunternehmer sind, obwohl sie täglich mit dem Tod konfrontiert sind, dennoch fröhliche Menschen geblieben.

Als einen der interessantesten Berufe der Welt beschreiben sie ihre Tätigkeit. Menschen in schweren Situationen mit ihrer Arbeit zur Seite stehen zu können, ihnen Kraft zu geben, sind ihnen dabei wichtige Aspekte. Das scheint auch für die Mitarbeiter zu gelten. Sie sind oft schon über Jahrzehnte dem Unternehmen treu. „So lange, dass sogar noch gültige Arbeitsverträge bestehen, die mein Großvater geschlossen hat“, sagt Robert Hahn nicht ohne einen gewissen Stolz auf die Verbundenheit, die dem Unternehmen damit bescheinigt wird. „Ein gutes Betriebsklima ist uns wichtig“, sagt Editha Hahn-Fink. Gemeinsame Unternehmungen, Kurztrips, Theaterbesuche und ein Sommerfest gehören zur Firmenkultur. Wenn Hahn Bestattungen sein 165. Jubiläum feiert, so ist die Firmenentwicklung stets mit der wechselvollen Geschichte Berlins eng verbunden. 1880 übernahm der Sohn des Gründers, Theodor Hahn, die Führung des Unternehmens. Auch in den Kriegswirren war es Familie Hahn wichtig, Menschen in Krisensituationen zuzuhören und sie in Fragen der Bestattung kompetent zu begleiten. Seit 1998 ist Editha Hahn-Fink Geschäftsführerin. Ihr Sohn, Robert Hahn, der 2012 als erster Bestatter in Berlin vor der Handwerkskammer die Prüfung zum Bestattermeister ablegte, unterstützt sie dabei.

Inzwischen ist Hahn Bestattungen neben dem Stammsitz in der Reißeckstraße an zehn weiteren Standorten in Berlin präsent. 40 Mitarbeiter und zwei Auszubildene gehören zum Unternehmen. sabka

Vom Großvater von Robert Hahn (rechts) eingestellt: Erdogan Dogan.
Tradition verbindet: Familie Hahn mit ihren langjährigen Mitarbeitern Uwe Kröning und Erdogan Dogan (Mitte).
Autor:

Sabine Kalkus aus Weißensee

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