Was die Weißenseer bewegt
CDU-Politiker mit Bewohnern des Ortsteils im Gespräch

Burkard Dregger und Dirk Stettner (rechts) diskutieren mit Weißenseern über Themen, die sie derzeit bewegen.
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Welche Themen brennen den Weißenseern unter den Nägeln? Wo erwarten sie mehr Unterstützung von der Politik?

Diesen Fragen ging der Fraktionsvorsitzende der CDU im Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger, im Rahmen der Stadtteil-Tour „Nah dran – CDU-Fraktion im Kiez“ gemeinsam mit Abgeordnetenhausmitglied Dirk Stettner (CDU) nach. Mit dabei hatten sie den CDU-Fraktionschef in der BVV, Johannes Kraft. Sie luden ins Strandbad Weißensee ein. Die großen Themen, die die Weißenseer beschäftigen, lassen sich mit wenigen Stichpunkten zusammenfassen: Verkehrsbelastung auf der Berliner Allee, Dauerstaus im Nordosten, die Situation im Park am Weißen See und in anderen Grünanlagen und die Zukunft des Kulturhauses Peter Edel.

Was Letzteres anbelangt, kann Dirk Stettner eine erfreuliche Auskunft geben. Die Immobilie wird vom Verein Kommunales Bildungswerk saniert und durch einen Neubau ergänzt. Künftig sollen hier Lehrveranstaltungen des Vereins, aber auch Freizeitkurse für die Öffentlichkeit stattfinden. Auch eine gastronomische Einrichtung ist geplant. Und der beliebte Saal soll wieder für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Erfreuliche Entwicklungen gibt es für den Park am Weißen See. In einem Modellprojekt sorgt inzwischen die BSR für Sauberkeit. Unter anderem brachte sie zahlreiche Müllbehälter an, die leider nicht immer genutzt werden. Trotzdem ist die BSR hinterher, sorgt jeden Morgen für Sauberkeit, berichtet ein Anwohner.

Dass es die Parkinitiative Weißensee nicht nur ein Auge auf den Park hat, sondern auch Arbeitseinsätze durchführt, begeistert Burkhard Dregger besonders. „Wir brauchen solch ehrenamtliches Engagement in der Stadt“, sagt er. In diesem Jahr wurde zum Beispiel ein Trampelpfad wieder begrünt. Doch noch ist vieles zu tun. Das Bezirksamt ließ inzwischen von einem Landschaftsarchitekten-Büro den Zustand des Parks analysiert. Davon ausgehend wurden zwölf Maßnahmen formuliert. Doch es braucht Zeit und vor allem Geld und Planungskapazitäten, um sie umzusetzen.

Problematischer sind Umgestaltung und Verkehrsberuhigung in der Berliner Allee. Eine Radverkehrsanlage fehlt komplett. An neuralgischen Punkten gibt es keine Querungsmöglichkeiten. Und die Dezibel-Werte übersteigen permanent die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerte. Seit Jahren wird an einer Umgestaltung beziehungsweise einem Neubau geplant. Aber spruchreife Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Deshalb organisierten zum Tag der Verkehrssicherheit am 15. Juni mehrere Initiativen, Vereine und Verbände einen „Aktionstag Berliner Allee“. Und die Beteiligten wollen mit ihrer „Aktion Berliner Allee“ weiter Druck machen. Dirk Stettner stimmt zu, dass die Situation unbefriedigend und dass das Thema eine Mammut-Aufgabe ist. „Wer weniger Autos haben will, muss den ÖPNV entsprechend ausbauen“, sagt er. Deshalb plädiert er unter anderem für eine U-Bahnstrecke durch Weißensee. Das sei zwar visionär, aber man müsse auch an die künftigen Generationen denken.

Mit Blick auf den geplanten Bau von Zehntausenden Wohnungen im Nordosten Berlins bedarf eines Verkehrskonzept für die gesamte Region und einer langfristigen Planung, so Stettner. Burkard Dregger stimmt zu: „Bevor neue Wohnquartiere gebaut werden, müssen die bereits jetzt vorhandenen Verkehrsprobleme gelöst werden. Und es muss ein Konzept geben, wie man mit dem noch zu erwartenden Verkehrsströmen umgeht.“

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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