"Jeder kann etwas tun!" Maria Haverkamp engagiert sich gegen Hunger

Maria Haverkamp ist fest davon überzeugt, dass man etwas gegen den Hunger in der Welt tun kann.
  • Maria Haverkamp ist fest davon überzeugt, dass man etwas gegen den Hunger in der Welt tun kann.
  • Foto: Florian Bich
  • hochgeladen von Helmut Herold

Pankow. In vielen Teilen der Welt hungern Menschen. Sie sind auf Hilfe angewiesen. Zum Beispiel von Maria Haverkamp aus Pankow. Die 23-Jährige will etwas gegen den Hunger tun und andere bewegen, ebenfalls zu helfen.

Seit vier Jahren unterstützt sie ihr peruanisches Patenkind mit Geld. Erst kürzlich hat sie ihr Bachelor-Studium in Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen und absolviert gerade ein Praktikum bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Im Zuge der Patenschaft lernte sie die Hilfsorganisation World Vision und deren Projekt „Hungerfree“ kennen.

"World Vision ist in über 100 Ländern aktiv, um Kindern und Familien nachhaltig zu helfen, Armut zu überwinden“, sagt Iris Manner, Medienreferentin der Pressestelle von World Vision Deutschland. Mit der internationalen Initiative „Hungerfree“ bietet World Vision Jugendlichen weltweit eine Plattform, sich gegen Hunger zu engagieren. Um das Ganze nach außen zu vertreten ist Maria Haverkamp bei der Hilfsorganisation ehrenamtlich als Jugendbotschafterin tätig. World Vision und ihre Funktion als Jugendbotschafterin seien für sie eine Art „Sprachrohr, um der Welt zu zeigen, was in den Krisenregionen los ist“.

Eine dieser Krisenregionen hat sie gemeinsam mit zwei weiteren Jugendbotschafterinnen im November vergangenen Jahres besucht. In Kenia konnten sie sich zwei Wochen lang ein Bild von der Lage und den Hilfsprojekten vor Ort machen. Ihr besonderes Interesse galt landwirtschaftlichen Projekten. Denn Landwirtschaft und Tierhaltung stellen vor allem für die ärmere Bevölkerung in Kenia die einzigen Lebensgrundlagen dar. Dazu benötigt es jedoch neben fruchtbarer Erde vor allem Wasser. Die Trockenheit in Kenia habe sie sehr schockiert, so Maria Haverkamp. „Es wächst dort quasi nichts.“

Dies sei für sie ein Beleg für den fortschreitenden Klimawandel und auch eine der Ursachen dafür, dass viele Menschen Hunger leiden. Das Positive an der Reise sei für sie gewesen, zu sehen, was die Hilfsprojekte vor Ort für eine Wirkung zeigen, „dass Unterstützungsgelder an der richtigen Stelle ankommen und was damit erreicht wird.“

Ein Beispiel, das sie nachhaltig beeindruckt habe, sei die Finanzierung von Brutkästen für eine Gruppe von Hühnerzüchtern gewesen. Diese hätten sich die Brutkästen geteilt und die Küken auch in der Gruppe aufgeteilt, so dass jeder der 20 Bauern seinen Hühnerbestand erweitern konnte. Sie habe auf der Reise viel gelernt, das Wichtigste jedoch sei für sie „die Bestätigung für das Engagement gewesen und dass mit wenig Geld sehr viel geholfen werden kann.“

Am diesjährigen Welthungertag am 16. Oktober trifft sich Maria mit ihren Mitstreitern aus dem Rat des Jugendengagements in Berlin, um selbst zu erleben, wie sich Hunger anfühlt. Sie möchte sich „entfernt vorstellen können, was Hunger eigentlich bedeutet“. Mehr Informationen zu der Aktion auf www.welthungertag.de.

Regelmäßig führt Maria Haverkamp mit Gleichgesinnten Informationsveranstaltungen und Workshops in Schulen durch. Zudem hat sie ihr eigenes kleines Projekt, um zusätzlich zu helfen: das durch ihren Flohmarktstand, den sie auf Festen in Berlin aufschlägt, verdiente Geld, spendet sie an „Hungerfree“. Florian Bich

Weitere Infos gibt es unter  0800-010 20 22 und auf www.worldvision.de.
Autor:

Florian Bich aus Lichtenberg

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