Wasser für den Weißen See
Neben der Freilichtbühne wird neuer Brunnen gebohrt

Mitarbeiter der Brunnenbaufirma bohren auf einer Wiese im Park am Weißen See das Loch für den neuen Brunnen, aus dem Grundwasser in den benachbarten See gepumpt werden soll.
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  • Mitarbeiter der Brunnenbaufirma bohren auf einer Wiese im Park am Weißen See das Loch für den neuen Brunnen, aus dem Grundwasser in den benachbarten See gepumpt werden soll.
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So niedrig wie im vergangenen Jahr war der Wasserstand im Weißen See noch nie. Doch das soll sich in diesem Jahr ändern. Ein neuer Brunnen für die Wasserversorgung entsteht.

Wer den See zu Fuß umrundet, beobachtete in den vergangenen fünf Jahren, wie das Wasser überall zurückging. Inzwischen neigen sich sogar die Bäume in Richtung See. Ihnen fehlt der Gegendruck auf die Wurzeln, den bisher Wassermassen gewährleisteten. Dass der Wasserpegel um fast einen Meter sank, hat mehrere Ursachen. Der Weiße See hat keine größeren natürlichen Zuflüsse. Er speist sich aus Regenwasser und Grundwasser, das ihm viele Jahre auch über zwei Pumpen zugeführt wurde.

Aber in den vergangenen Jahren gab vergleichsweise wenig Regen und eine der Pumpen war inzwischen ausgefallen. Auch wenn beide Pumpen voll funktionieren würde: Der Grundwasserspiegel ist inzwischen so abgesunken, dass für sie die Brunnen tiefer gebohrt werden müssten.

Ein Grund für den sinkenden Grundwasserspiegel sind unter anderem Neubauprojekte in der Umgebung. Mit jedem Neubau wurde Erdboden weiter versiegelt, sodass immer weniger Regenwasser die Chance hat, in der Umgebung des Sees zu versickern. Seit gut zwei Jahren engagieren sich Strandbadbetreiber Alexander Schüller und der Verein Parkfreunde Weißensee dafür, dass ein neuer Brunnen gebohrt wird, der dem Weißen See wieder in ausreichender Menge Wasser zuführt. Mit Erfolg: „Nun ist es so weit. Nach den Bemühungen von Anwohnern, Bürgerinitiativen, Gewerbetreibenden und nach Spendensammlungen wird jetzt der Grundstein dafür gelegt, dass der niedrige Wasserstand des Weißen Sees nur noch eine Momentaufnahme ist“, erklärt Schüller gegenüber der Berliner Woche.

Der Senat hat die nötigen finanziellen Mittel für eine neue Grundwasserbohrung und einen neuen Einspeisebrunnen freigegeben. „Dieses Vorhaben soll für die nächsten 20 Jahre sicherstellen, dass der Weiße See nicht wieder so einen niedrigen Wasserstand haben wird wie in den vergangen Jahren“, so der Strandbadbetreiber. Ende Januar begann die Brunnenbaufirma Louis Lohde GmbH auf der Wiese neben der Freilichtbühne mit Bohrungen für den neuen Brunnen. Noch im Februar soll dieser dann fertiggebaut werden. Danach wird mit dem Einspeisen von Grundwasser in den See begonnen. „Mit dem Bezirksamt wurde abgesprochen, dass bis zum Saisonstart der See um 52 Zentimeter mit Wasser wieder aufgefüllt wird“, so Alexander Schüller.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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