Und jährlich grüßt das Murmeltier
Neu formierter TuS kommt gut aus den Startlöchern

Der TuS Makkabi (blau) kam gegen den Aufsteiger FSV Berolina Stralau nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus.
  • Der TuS Makkabi (blau) kam gegen den Aufsteiger FSV Berolina Stralau nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus.
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Der TuS Makkabi ist am 2. Spieltag der Berlin-Liga gegen den Aufsteiger FSV Berolina Stralau nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Dennoch darf man im Eichkamp mit vier Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen sehr zufrieden sein.

Im letzten Sommer galt der TuS nach zahlreichen personellen Veränderungen als Abstiegskandidat Nummer eins in Berlins höchster Spielklasse, um nur zehn Monate später mit 15 Saisonsiegen und einem großartigen neunten Platz als das Überraschungsteam der Liga zu avancieren. Gäbe es einen Film über den Klub, so könnte er nur lauten: „Und jährlich grüßt das Murmeltier“. Denn auch in diesem Sommer bietet sich ein ähnliches Bild: Viele Spieler verließen den Klub, darunter Toptorjäger Godbless Igbinigie, der sich dem Regionalligisten SV Babelsberg angeschlossen hat. Und einmal mehr hängt es an Trainer Frank Diekmann, aus den vielen Neuverpflichtungen möglichst schnell ein Team zu formen, das an die Leistungen und Ergebnisse der vergangenen Spielzeit anknüpfen kann.

Im Duell mit dem FSV Berolina Stralau auf der Julius-Hirsch-Sportanlage am 19. August zeigte sich, dass auf das neu formierte Team in den nächsten Wochen noch viel Arbeit wartet. Gegen kompakt stehende Gäste tat sich der TuS insbesondere im Spielaufbau sehr schwer: Ungenaue Pässe, wenig Ideen und Einzelaktionen, in denen man den Ball viel zu oft und viel zu leicht verlor, hemmten das Offensivspiel der Gastgeber. Positiv hingegen war, dass der TuS defensiv sehr kompakt agierte und kaum gute Chancen für den Aufsteiger zuließ. Insbesondere die Dreierkette in der Defensive mit dem vom SD Croatia zurückgekehrten Rodney Wilson, einem sehr erfahrenen, technisch starken Defensivspieler, Kapitän Ilja Priwalow und dem nach langer Verletzungszeit endlich wieder gesunden Nils-Peter Otto ist das Prunkstück des Teams. Darüber hinaus gelang den Blau-Weißen etwas, dass der Coach in der letzten Spielzeit häufiger moniert hatte: In 34 Partien der Saison 2017/18 hatte der TuS Makkabi nur ein einziges Mal unentschieden gespielt. „Wir müssen lernen, in einem Spiel auch mal mit einem Punkt zufrieden zu sein“, hatte sich Diekmann in der Vergangenheit geäußert. Dass der Aufsteiger alles andere als Kanonenfutter ist, hatte er zum Saisonauftakt beim 3:2-Auswärtserfolg gegen die Füchse eindrucksvoll bewiesen.

Und so darf man im Lager des TuS nach dem Auftaktsieg gegen den TSV Rudow und dem Remis gegen Stralau durchaus zufrieden sein. Vier Punkte aus zwei Spielen. Vier Punkte für den Klassenerhalt – immerhin!

Und in den nächsten Wochen bleibt dann vielleicht auch noch ein bisschen Zeit, an den Sprachbarrieren zu arbeiten: Als der in diesem Sommer aus Spanien nach Berlin gewechselte neue Makkabi-Stürmer Cristobal Atienza Martos den Ball mit der Hacke weiterleiten wollte, erinnerte ihn Stürmerkollege Maxim Matusczyk mit folgenden Worten an die Spielphilosophie: „Hey Cristo, spiele den Ball doch einfach! Easy going!“

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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