Gewinner und Verlierer des Berliner Wohnungsmarktes

Berlin hat rund 1,9 Millionen Wohnungen in der Stadt. Davon sind 1,5 Millionen vermietet, was über 80% bedeutet. Demzufolge gehören weniger als zwanzig Prozent der Wohnungen und Häusern dem Mieter selbst.Jede fünfte Wohnung darunter gehören Unternehmen, deren Hauptgeschäft der Immobilienmarkt ist.

Für Mieter bedeutet es, dass die Wohnungssuche eine große Herausforderung darstellt, da kaum eine Wohnung frei ist. Wer eine passende findet, darf jedoch tief in die Tasche greifen, da die Mieten hoch angesetzt werden können.  Die mächtigsten sind börsennotierte Konzerne, denen fünfzehn Prozent des gesamten Mietwohnraums gehören. Spitzenreiter ist Deutsche Wohnen, hat jedoch viel Konkurrenz. 12 junge Unternehmen besitzen über dreitausend Berliner Wohnungen, worunter mittlerweile sechs von ihnen zu Aktiengesellschaften umgewandelt wurden.

Politischen Entscheidungen aus der Vergangenheit ist es zu verdanken, dass der heutige Immobilienmarkt so gewinnbringend ist. Am 1. Januar 1990 endete in Deutschland die Wohnungsgemeinnützigkeit. Das bedeutete, dass Wohnungsunternehmen Steuern nicht zahlen musste, aber in Mieterhöhungen und Unternehmensgewinnen eingeschränkt waren. Als die Einschränkungen aufgelöst wurden, konnten hunderttausende Wohnungen verkauft werden.

Berlin gehört mittlerweile zu den wichtigsten Standorten für Investoren.
Das der Berliner Immobilienmarkt so gut läuft hat mehrere Gründe. Zum einen ist jeder Einwohner mehr gut für den Wert von Immobilien. Ebenso rechnet es sich, dass kaum etwas leer steht und durch Platzmangel wenig neu gebaut wird. Zusätzlich kosten Kredite zurzeit wenig, und aufgrund von Wohnungsmangel können die Mieten immer höher gesetzt werden.
Hierbei ist die Zusammensetzung zwischen niedrigen Zinsen, Modernisierungen und Mietsteigerungsmöglichkeiten ist wichtig.

Das der Berliner Wohnungs- und Immobilienmarkt boomt hat auch Yakir Gabay, welcher 53 Jahre alt ist, erkannt. Auf der Liste der Reichen hat er es mit seinem Vermögen von 3,5 Milliarden auf Platz 577 geschafft. Wie er so reich wurde: mit Immobilien in Berlin, aber auch überall anders auf der Welt. Er glaubte an Berlin, als andere dies nicht taten. Er setzte auf Wertsteigerungen und hatte Glück, denn die Preise schnellten in die Höhe. Er kaufte ab dem Jahr 2004 verhältnismäßig günstig ein und verkaufte Jahre später hoch.

Aber wem gehört Berlin nun eigentlich? Zum größtenteils lautet die Antwort Investmentfonds und den Reichen und Mächtigen, aber auch den Mietern selbst.

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