Natur ist zurück in „Klein-Venedig“: Renaturierung der Tiefwerder Wiesen fast beendet

Bei der Renaturierung wurden die Wohnhäuser an der Dorfstraße in Tiefwerder erhalten.
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Wilhelmstadt. Bis auf kleinere Restarbeiten wie den Abriss von Uferbefestigungen ist die Renaturierung der Tiefwerder Wiesen abgeschlossen. Den Erfolg des Umwelt-Entlastungsprogramms (UEP) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz, dessen erste Planungen bereits vor rund 45 Jahren begannen, stellte Elke Hube, Chefin des Grünflächenamts, am 25. September vor.

Durch das UEP-Projekt wurde der Zentralbereich des Landschaftsschutzgebiets Tiefwerder Wiesen, wegen seiner vielen Wasserläufe auch als „Klein-Venedig“ bekannt, auf einer Fläche von rund 16 Hektar ökologisch aufgewertet. Von der Senatsverwaltung erhielt der Bezirk dafür finanzielle Unterstützung im Umfang von rund 2,4 Millionen Euro. Finanziert wurde damit die Aufwertung des Gebiets für die Erholungsnutzung und den Naturschutz.

Um eine umfassende Renaturierung zu erreichen, wurden kontaminierte Böden und Aufschüttungen, Fundamente und störende Verbauungen entfernt. Nach drei Jahren Bauzeit sind die Maßnahmen nun weitgehend abgeschlossen. Lediglich einige alte Spundwände zur Uferbefestigung müssen noch entfernt werden. Das Bezirksamt hatte dazu in den vergangenen Jahrzehnten sukzessive die Kündigung und Räumung der als Grabeland verpachteten bezirkseigenen Flächen in diesem Teil des Landschaftsschutzgebiets vorangetrieben.

Nicht immer stieß dies bei den Pächtern auf Gegenliebe. Lange blieben lediglich zwei Parzellen übrig. Nachdem im November 2014 das Landgericht Berlin die Klage des Bezirksamts auf Freimachung einer der letzten beiden bezirkseigenen Parzellen auf der Margareteninsel positiv entschieden hatte, konnte diese geräumt werden. Lediglich der letzte Pächter weigert sich noch, sein Pachtland zu räumen.

Inzwischen sind neue Bewohner im Landschaftsschutzgebiet zu Hause, die bei der Pflege helfen. So sorgen Galloway-Rinder, Wasserbüffel, Ziegen, Schafe und als Helfer beim Baumfällen auch der Biber für die natürliche Pflege. Sie halten Gras- und Baumbewuchs in erwünschten Grenzen. Nicht so erwünscht sind hingegen Wildschweine. Ihre Population wird jedoch von den Stadtjägern in Grenzen gehalten.

Ansonsten wird der Natur in den Tiefwerder Wiesen weitgehend freier Lauf gelassen. Sie hat sich das Gebiet zurückerobert. Zudem hat das Areal eine wichtige Aufgabe übernommen. „Das Gebiet dient als wichtiger Rückstauraum bei Starkregen“, betonte Frau Hube. Ud

Autor:

Michael Uhde aus Spandau

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