Siegfried- und Rheingau-Brunnen plätschern
Auftakt nach Maß

Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) wünscht der Rheingauer Weinbrunnen-Saison einen erfolgreichen Verlauf.
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  • hochgeladen von Matthias Vogel

Seit 11. Mai ist es amtlich: Die herbei gesehnte Saison des Rheingauer Weinbrunnens auf dem Rüdesheimer Platz hat mit einer Sause begonnen.

Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) hatte sie mit einer kurzen Rede eingeleitet. Nach seiner Ankündigung, dass in diesem Jahr der Sonntag als Ruhetag ausprobiert werde, hallte ein kollektiver „Buh-Ruf“ durch das Rheingau-Viertel. Doch der war merklich nicht gegen den Rathaus-Chef gerichtet, sondern vielmehr gegen die Anwohner, die sich durch den Lärm während der Weinbrunnen-Zeit gestört fühlen und sich gerade vor Gericht dagegen wehren.

Der Ruhetag, so hatte es Naumann in einer der jüngsten Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) versichert, sei allerdings als letztes Zugeständnis bezüglich der Einschränkung des traditionellen und bei der Bevölkerung äußerst beliebten Betriebes des Weinbrunnens zu verstehen. Der Zorn war dann auch schnell verflogen bei den zahlreichen Weinkennern, die dem nasskalten Wetter trotzten und es sich an den Sitzgarnituren so gemütlich machten wie eben möglich.

Der Siegfried-Brunnen sprudelt

Drei Winzer aus dem Rheingau werden sich bis in den September hinein beim Ausschank abwechseln. Im Vorfeld des Startschusses hatte es in der BVV wieder einmal Ärger und Gesprächsbedarf gegeben – aus Sorge, der wegen Sanierungsarbeiten stillgelegte Siegfried-Brunnen, der mit dem Rücken zur Weingarten-Empore steht, könnte auch in diesem Jahr wieder nicht zeitgleich zum Rebensaft plätschern. Der CDU-Bezirksverordnete Simon Hertel hatte den Misstand wie schon im Jahr zuvor moniert. Doch der Brunnen funktionierte diesmal pünktlich. Naumann sagte bei Riesling und Häppchen: „Ich habe noch einmal mit dem Vorstand der Berliner Wasserbetriebe telefoniert.“

Ähnlich verhielt es sich mit dem „Café Achteck“, der historischen Toilette, die wegen Instandsetzungsarbeiten und Eigentums-Hickhack zwischen dem Land und der Wall GmbH in diesem Jahr bislang außer Betrieb war. Anwohner Michael Kunert hatte sich beschwert, die Berliner Woche darüber berichtet und die Wall GmbH, die trotz Änderung der Besitz- und Vertragsverhältnisse weiterhin für die Reinigung und Wartung des stillen Örtchens verantwortlich ist, hat erfreulich schnell gehandelt. Und deshalb funktionierte die Toilette zum Auftakt des Weinfestes wie bestellt.

Autor:

Matthias Vogel aus Charlottenburg

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